Eisbären und Adler blicken in die Röhre
Benda zieht es in neuen Eishockey-Hafen

Der bislang beim russischen Erstligisten AK Bars Kasan unter Vertrag stehende DEB-Verteidiger jan Benda macht seinem Namen als Wandervogel unter den Puckjägern alle Ehre. Doch bei der Entscheidung für seinen neuen Verein gab er den deutschen Klubs wieder einmal einen Korb. Er bleibt lieber in Russland.

HB PRAG. Der deutsche Eishockey-Nationalspieler wechselt zur kommenden Saison zum bisherigen Ligakonkurrenten Chimik Woskresensk. Der 31-Jährige unterschrieb bei seinem neuen Arbeitgeber einen Einjahresvertrag und bleibt damit ein drittes Jahr in Russland. Zuvor hatte der Sohn tschechischer Eltern, der in Belgien geboren wurde, bereits in Deutschland, Kanada, den USA, Tschechien und Finnland gespielt. "Danach bleibe ich vielleicht noch ein Jahr in Russland, aber dann kehre ich auf jeden Fall nach Deutschland zurück", sagte der Verteidiger nach dem 4:2-Auftaktsieg der deutschen Nationalmannschaft bei der WM in Tschechien gegen Kasachstan.

Schon in den vergangenen Jahren hatten sich mehrere Klubs aus der Deutschen Eishockey-Liga (DEL), allen voran die Eisbären Berlin und die Adler Mannheim, um die Dienste des Weltenbummlers bemüht. Doch Benda hatte die Angebote aus Deutschland immer abgelehnt, weil er im Ausland lukrativere Engagements erhalten hatte. In Kasan verdiente der Nationalspieler, der gegen Kasachstan sein 145. Länderspiel absolvierte, "in einem Jahr so viel wie in drei Jahren in Deutschland zusammen".

Seinen Traum von der nordamerikanischen Profiliga NHL erfüllte sich Benda nur kurz: Für die Washington Capitals bestritt er lediglich neun Spiele.

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