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"Eiserne Reserve" der Rentenversicherer schmilzt

Die "eiserne Reserve" der Rentenversicherer, die so genannte Schwankungsreserve, schmilzt angesichts geringer Beitragseinnahmen. Sie liege derzeit bei 68 Prozent einer Monatsausgabe, sagte eine Sprecherin des Bundesarbeitsministeriums am Dienstag.

ddp BERLIN. Bis zum Jahresende solle jedoch die gesetzlich vorgeschriebene Marke von 80 Prozent wieder erreicht werden. "Im Laufe des Jahres gibt es immer wieder Schwankungen", fügte die Sprecherin hinzu.

Sie reagierte damit auf einen Bericht der "Bild"-Zeitung (Dienstagausgabe), wonach die geringen Beitragseinnahmen die gesetzliche Rentenversicherung offenbar stärker belasten als erwartet und die Schwankungsreserve bis zum Jahresende von 80 Prozent auf 68 Prozent sinken soll. Ursache für die Finanzlücke sei die hohe Arbeitslosigkeit. Das Blatt zitiert außerdem Kreise des Verbandes Deutscher Rentenversicherer (VDR), wonach sich das Finanzpolster nur mit drastischen Beitragserhöhungen von jetzt 19,1 auf mindestens 19,5 Prozent ab 2003 wieder auffüllen lasse.

Die Ministeriumssprecherin sagte dazu, über den Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung für das kommende Jahr werde erst Anfang November entschieden. Bisher werde davon ausgegangen, dass der Rentenbeitrag die Marke von 19,3 Prozent nicht übersteigen wird. Die rot-grüne Bundesregierung hatte Anfang dieses Jahres die Schwankungsreserve der gesetzlichen Rentenversicherung von 100 Prozent auf 80 Prozent einer Monatsausgabe gesenkt. Damit sollte eine Erhöhung der Beitragssätze verhindert werden.

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