Eishockey-Nationalmannschaft demonstrierte beim Deutschland-Cup ansteigende Form
Zach-Team verpasst Turniersieg

Den ersten Turniersieg beim Deutschland-Cup seit 1996 hat die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft verpasst. Aber auch das abschließende Spiel gegen Kanada machte Mut für die nächsten Aufgaben.

HB BERLIN. Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat den ersten Turniersieg beim Deutschland-Cup seit 1996 verpasst. Ein knappes halbes Jahr vor der Weltmeisterschaft in Tschechien zeigte das Team von Bundestrainer Hans Zach bei der 14. Auflage ihres Heimturniers sehr gute Form - die 1:2 (0:1, 0:1, 1:0)-Niederlage zum Abschluss gegen Kanada konnte diesen Eindruck nicht trüben.

«Das waren drei sehr, sehr gute Spiele von uns. Alle haben tolle Leistungen gezeigt - großes Lob an die Mannschaft», so Zach. Auch Kapitän Stefan Ustorf zog ein positives Fazit. «Wir haben die ersten beiden Drittel verschlafen. Am Ende hat uns das Quäntchen Glück gefehlt. Trotzdem können wir mit dem Turnier hochzufrieden sein.» Die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) belegte Rang zwei hinter den USA, die die Schweiz zum Abschluss 1:0 (0:0, 1:0, 0:0) bezwang, und verpasste damit den dritten Deutschland-Cup-Triumph nach 1995 und 1996.

Nach der unglücklichen 1:2-Niederlage nach Penaltyschießen gegen die USA und dem souveränen 4:1-Erfolg gegen den Erzrivalen Schweiz machte sich gegen die Kanadier, gegen die es am vergangenen Mittwoch noch ein 2:2 gegeben hatte, der Kräfteverschleiß bemerkbar. Zudem fehlte Routinier Jan Benda, der bereits am Samstag nach Russland zu seinem Klub AK Bars Kasan zurückgekehrt war, an allen Ecken und Enden.

Trotzdem gestaltete das Zach-Team die Partie vor 4000 Zuschauern in der Preussag-Arena in Hannover über weite Strecken offen, offenbarte allerdings wie schon zum Auftakt gegen die USA Schwächen in der Chancenverwertung. Den 70. Sieg des Weltmeisters und Olympiasiegers, der überwiegend mit Legionären aus der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) antrat, im 94. Vergleich mit der DEB-Auswahl sicherten Steve Walker von den Eisbären Berlin (19.) und Jean-Yves Roy von den Kölner Haien (24.). Stefan Retzer von den Kassel Huskies gelang in der 56. Minute nur noch der Anschlusstreffer. Daniel Kreutzer von den DEG Metro Stars traf fünf Sekunden vor Schluss Pfosten.

24 Wochen vor der WM in Prag (24. April bis 9. Mai 2004) überwogen für Bundestrainer Hans Zach dennoch die positiven Erkenntnisse. Zach: "Wir spielen einfaches Eishockey und machen es nicht komplizierter, als es ist."

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