Eishockey-Team im Halbfinale
Weißrussland schlägt sensationell Schweden

Dank ihrer Deutschland-Legionäre haben die Eishockey-Profis aus Weißrussland für die erste Sensation beim olympischen Turnier in Salt Lake City gesorgt. Das von Wladimir Krikunow betreute Team bezwang am Mittwoch im E Center vor 7240 Zuschauern den Top-Favoriten Schweden.

HB/dpa SALT LAKE CITY. Die Weißrussen gewannen überraschend mit 4:3 (2:1, 0:1, 2:1). Sie ziehen als erstes Team in das Halbfinale ein. Dort trifft der Olympia-Siebte von Nagano auf den Sieger der Viertelfinal-Partie Finnland gegen Kanada.

Zum Held des Tages avancierte der bei den Berlin Capitals unter Vertrag stehende Torwart Andrej Mezin. Zu den Torschützen beim Sieger gehörte auch der Oberhausener Andrej Kowalew. "Das ist unglaublich. Unfassbar! Wir hatten vorher über das amerikanische Wunder von 1980 gesprochen und uns gesagt: Das können wir auch", sagte der bei den Mighty Ducks Anaheim in der NHL spielende Ruslan Salei. Der Favoritenschreck erwies sich von Anbeginn erstaunlich nervenstark und zeigte keinerlei Respekt vor den millionenschweren Cracks aus der nordamerikanischen Profiliga (NHL), die von Hardy Nilsson, dem einstigen Meistercoach in Köln und München, betreut wurden.

Nachdem die Schweden als einzige Mannschaft in der Finalrunde alle drei Spiele souverän gewonnen hatten, schien ein Weiterkommen gegen die in der Finalrunde sieglosen Weißrussen nur Formsache zu sein. Der Olympiasieger von 1994 ging bei einem Überzahlangriff in der 4. Minute durch den in der NHL bei den Detroit Red Wings stürmenden Niklas Lidström in Führung. Der Außenseiter nutzte jedoch ebenfalls eiskalt seine Überzahlspiele und lag bereits sechs Minuten später durch Tore von Oleg Romanow (8.) und Dimitri Dudik (10.) mit 2:1 in Front. Danach bestürmten die Schweden pausenlos das gegnerische Gehäuse und erspielten sich zahlreiche hochkarätige Chancen. Mezin erwies sich jedoch als Meister seines Fachs. Den Ausgleich durch Michael Nylander von den Chicago Blackhawks konnte der Held des Tages allerdings nicht verhindern.

In der 43. Minute versetzten die Weißrussen dem Favoriten den nächsten Schock, als der bei den Revier Löwen Oberhausen stürmende Andrej Kowalew das 3:2 erzielte. Die Schweden konnten fünf Minuten später zwar noch einmal durch Mats Sundin ausgleichen. Doch 144 Sekunden vor der Schlusssirene machte Wladimir Kopat die Sensation perfekt.

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