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El Kaida bekennt sich zu Dschidda

Terroristen des Terrornetzwerks El Kaida haben sich zu dem blutigen Angriff auf das amerikanische Konsulat im saudi-arabischen Dschidda mit neun Toten bekannt.

dpa RIAD/KAIRO. Terroristen des Terrornetzwerks El Kaida haben sich zu dem blutigen Angriff auf das amerikanische Konsulat im saudi-arabischen Dschidda mit neun Toten bekannt.

Erste Ermittlungen der saudischen Behörden ergaben am Dienstag, dass die fünf Angreifer sich den Weg in das streng bewachte Gebäude freigeschossen hatten, als gerade ein Tor geöffnet wurde, um ein Fahrzeug mit Konsulatsmitarbeitern hinein zu lassen. Laut Innenministerium wurden die Täter inzwischen identifiziert. Alle stammen aus Saudi-Arabien.

"Die Brüder der Brigade des Märtyrers Abu Anas al-Schami von der gesegneten Schlacht in Falludscha erstürmten eine der Bastionen der Kreuzfahrer auf der Arabischen Halbinsel", hieß es in dem Bekennerschreiben, das in der Nacht zum Dienstag auf einer Islamistenseite im Internet auftauchte. Unterzeichnet war es mit "El Kaida auf der Arabischen Halbinsel". Der Extremist Abu Anas war im vergangenen September im Westirak getötet worden. Er galt als religiöser Ratgeber des gesuchten Topterroristen Abu Mussab al- Sarkawi, der sich damals in Falludscha versteckt haben soll.

Bei dem Terrorangriff auf die diplomatische Vertretung in der saudiarabischen Hafenstadt waren am Montag fünf Konsulatsmitarbeiter getötet worden. Die Opfer stammen nach Angaben des Innenministeriums aus Sri Lanka, Pakistan, dem Jemen, Sudan und den Philippinen. Acht weitere Angestellte wurden leicht verletzt.

Nachdem die Polizei am Montag drei der insgesamt fünf Terroristen getötet hatte, starb in der Nacht ein vierter Täter, der bei dem Schusswechsel schwer verletzt worden war. Ein verletzter Angreifer ist in Polizeigewahrsam. Adel al-Dschubeir, der Berater von Kronprinz Abdullah, sagte nach einem BBC-Bericht, die Festgenommenen hätten angegeben, sie gehörten zur "Falludscha-Brigade".

Das Ministerium korrigierte Angaben, wonach Polizisten bei der Attacke getötet worden sein sollen. Stattdessen hieß es am Dienstag, fünf Angehörige der Sicherheitskräfte seien verletzt worden.

Das Königreich Saudi-Arabien wird seit Mai 2003 von einer islamistischen Terrorwelle heimgesucht, die sich vorwiegend gegen Ausländer richtet und der schon weit über 100 Menschen zum Opfer gefallen sind.

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