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El Kaida ermordet US-Bürger und entführt Amerikaner in Riad

Washington/Riad (dpa) - Die Serie von Terroranschlägen gegen Ausländer in Saudi-Arabien reißt nicht ab. Eine zum Terrornetzwerk El Kaida gehörende Gruppe hat sich zu der Ermordung eines US-Bürgers und der Entführung eines anderen Amerikaners in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad bekannt.

Washington/Riad (dpa) - Die Serie von Terroranschlägen gegen Ausländer in Saudi-Arabien reißt nicht ab. Eine zum Terrornetzwerk El Kaida gehörende Gruppe hat sich zu der Ermordung eines US-Bürgers und der Entführung eines anderen Amerikaners in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad bekannt.

Dies berichtete der US- Nachrichtensender CNN in der Nacht zum Sonntag. Die US-Botschaft in Saudi-Arabien habe bestätigt, dass ein US-Bürger vermisst werde.

Die Gruppe, die sich «Falludscha Schwadron auf der Arabischen Halbinsel» nennt, veröffentliche ein mit «El Kaida» unterzeichnetes Bekennerschreiben im Internet. Die Gruppe kündigte die Veröffentlichung weiterer Details und von Forderungen an. In der westirakischen Stadt Falludscha haben sich Aufständische und Soldaten der US-geführten Koalition wochenlang Gefechte geliefert.

Der Mann soll am Bau des US-Kampfhubschraubers vom Typ Apache als Systementwickler mitarbeiten. Apache-Hubschrauber werden von den USA unter anderem im Irak und in Afghanistan aber auch von den Israelis eingesetzt.

Ebenfalls in Riad hatten Unbekannte am Samstag nach Polizeiangaben einen Amerikaner erschossen, der für ein Elektronik-Unternehmen gearbeitet hatte. Auch dazu bekannte sich die Gruppe. Es war der dritte Anschlag auf westliche Ausländer in Riad innerhalb einer Woche.

Nach Angaben des Fernsehsenders El Arabija entdeckten Sicherheitskräfte in der Nähe der islamischen Imam-Mohammed-Bin-Saud- Universität ein mit Sprengstoff beladenes Auto.

In den vergangenen Wochen sind in Saudi-Arabien arbeitende Ausländer ins Visier islamistischer Terroristen geraten. El Kaida zugerechnete Gruppen haben angedroht, sie wollten die arabische Halbinsel von «Ungläubigen säubern». Das US-Außenministerium forderte alle Amerikaner auf, Saudi-Arabien zu verlassen.

Am Pfingstwochenende hatten radikale Islamisten bei einem Terrorüberfall und einer anschließenden Geiselnahme in der Erdölstadt El Chobar 22 Menschen getötet. Erst am vergangenen Sonntag erschossen Terroristen in Riad einen irischen Kameramann und verletzten einen Korrespondenten des britischen Senders BBC schwer. Am Dienstag ermordeten Unbekannte in der saudischen Hauptstadt einen Amerikaner.

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