El Kaida lassen zweite Kapitulationsfrist verstreichen
Die Entwicklungen des Tages in Stichpunkten

Nach dem Verstreichen des zweiten Ultimatums für die Kapitulation der El-Kaida-Kämpfer haben die USA und ihre afghanischen Verbündeten eine gemeinsame Bodenoffensive auf den Höhlenkomplex Tora Bora gestartet. Washington veröffentlicht ein Video, das die Urheberschaft von Osama bin Laden für die Terroranschläge vom 11. September beweisen soll. Nachfolgend finden Sie einen Überblick über die wichtigsten Entwicklungen vom Donnerstag:

afp BERLIN.

Militäraktionen

Die in Tora Bora verschanzten El-Kaida-Kämpfer lassen ein zweites Ultimatum für ihre Kapitulation verstreichen. Die afghanischen Kommandeure verkünden daraufhin das endgültige Ende der Verhandlungen.

Die US-Luftwaffe fliegt schwere Angriffe auf die Frontstellungen der El Kaida.

Einem Bericht der "Washington Post" zufolge sind etwa 60 britische und 40 US-Elitesoldaten in Afghanistan im Bodeneinsatz. Pakistan verstärkt seine Grenzkontrollen mit etwa 4000 zusätzlichen Soldaten.

Zwei US-Kampfhubschrauber überfliegen ein Gebiet in der Nähe der somalischen Hauptstadt Mogadischu. Ein Sprecher des US-Außenministeriums sagt zuvor in einem Interview, das "erste Ziel" der USA sei es, Somalia für Terroristen "ungastlich" zu machen.

Der Ausschuss für Internationale Beziehungen des US-Repräsentantenhauses verabschiedet eine Resolution, in der Irak als "wachsende Bedrohung" bezeichnet wird.

Justiz

Der neue EU-Beauftragte für Afghanistan, Klaus-Peter Klaiber, spricht sich dafür aus, den mutmaßlichen Terroristenführer Osama bin Laden nach einer möglichen Ergreifung vor ein internationales Gericht statt vor ein US-Kriegsgericht zu stellen.

Gesetzgebung

Das US-Repräsentantenhaus billigt zwei milliardenschwere Gesetzespakete zum Kampf gegen den Terrorismus. Die Abgeordneten votierten zum einen dafür, mehr Geld in eine verbesserte Gesundheitsvorsorge, eine Aufstockung von Impfstoffen und einen besseren Schutz von Lebensmitteln und Trinkwasser zu investieren. Zum anderen sollen die US-Geheimdienste zusätzliche Mrd. erhalten.

Fahndung

Washington veröffentlicht ein Video, das die Urheberschaft von Osama bin Laden für die Terroranschläge vom 11. September beweisen soll. Darin gibt Bin Laden unter anderem an, dass er die Terroranschläge geplant hatte.

Die britische Regierung widerspricht einem Bericht des "Christian Science Monitor", demzufolge Bin Laden bereits Anfang Dezember nach Pakistan geflohen ist.

Politik

Der designierte afghanische Regierungschef Hamid Karsai trifft sich in Kabul mit dem amtierenden Präsidenten Burhanuddin Rabbani. Nach dem Gespräch sagt er, Afghanistan werde "Terroristen von hier verjagen" und vor ein Gericht stellen lassen, damit die Opfer Gerechtigkeit erfahren könnten.

Multinationale Schutztruppe

Nach verschiedenen Angaben aus der Bundesregierung wird mit der Entscheidung des UN-Sicherheitsrats über die Entsendung einer Afghanistan-Mission womöglich erst am Dienstag kommender Woche gerechnet.

Deutsche Beteiligung

Deutsche Marinesoldaten sollen nach den Worten von Bundesverteidigungsminister Rudolf Scharping (SPD) Anfang Januar in die Krisenregion um Afghanistan verlegt werden. Die geplante Afghanistan-Schutztruppe könne je nach UN-Mandat noch vor Weihnachten vor Ort sein.

Humanitäre Hilfe

Entwicklungshilfeministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) trifft in Kabul zu Gesprächen über Wiederaufbauhilfen für Afghanistan und die Stationierung der UN-Friedenstruppe ein.

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