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El Kaida meldet sich mit Videobotschaft

Der Vizechef des Terrornetzwerks El Kaida, der Ägypter Eiman el Sawahiri, hat sich drei Jahre nach den Anschlägen vom 11. September 2001 mit einer neuen Videobotschaft zu Wort gemeldet.

dpa KAIRO. Der Vizechef des Terrornetzwerks El Kaida, der Ägypter Eiman el Sawahiri, hat sich drei Jahre nach den Anschlägen vom 11. September 2001 mit einer neuen Videobotschaft zu Wort gemeldet.

In dem vom arabischen Nachrichtensender El Dschasira am Donnerstagabend veröffentlichten Video versuchte El Sawahiri die Lage der Amerikaner in Afghanistan als aussichtslos darzustellen. Der Stellvertreter von Osama bin Laden sagte, die Unterstützung der Bevölkerung für die "Gotteskrieger" sei in Afghanistan und Pakistan sehr groß. Würden die ausländischen Truppen in Afghanistan nicht von der pakistanischen Armee unterstützt werden, hätten die "Mudschahedin" sie schon längst vertrieben, fuhr er fort. Der Abzug der Amerikaner aus dem Irak und aus Afghanistan sei nur eine Frage der Zeit.

In dem Video, das sehr gute Bildqualität hat, ist El Sawahiri, der wie immer einen weißen Turban trägt, vor einer Lehmwand zu sehen, hinter ihm lehnt eine Waffe an der Wand. Laut dem katarischen Sender El Dschasira, der nur Auszüge des Videos zeigte, geht der ägyptische Top-Terrorist in seiner Botschaft auch auf neuere Entwicklungen in der sudanesischen Konfliktregion Darfur ein, was dafür spricht, dass das Band vor kurzer Zeit erst aufgenommen wurde.

Zuletzt hatte El Dschasira Ende März eine Tonbandbotschaft El Sawahiris ausgestrahlt. Darin hatte der El-Kaida-Anführer den pakistanischen Präsidenten Pervez Musharraf einen "Verräter" genannt und die pakistanische Armee aufgerufen, ihn zu stürzen. El Sawahiri appellierte zudem an die Soldaten, ihre Offensive gegen El-Kaida - Kämpfer in der pakistanischen Region Waziristan einzustellen. Der US- Geheimdienst CIA hielt das damalige Tonband für echt. Die pakistanische Luftwaffe hatte am frühen Donnerstagmorgen ein mutmaßliches Ausbildungslager von El Kaida in Waziristan nahe der Grenze zu Afghanistan zerstört. Dabei starben nach Militärangaben mindestens 50 Menschen, die meisten von ihnen Ausländer.

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