El-Kaida-Prozess in Hamburg
El Motassadeq zu 15 Jahren Haft verurteilt

Der Vorsitzende Richter Albrecht Mentz sprach den 28 Jahre alten Marokkaner wegen Beihilfe zum Mord in mehr als 3 000 Fällen und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung schuldig. Das Gericht verhängte damit die Höchststrafe.

HB/dpa/rtr HAMBURG. Der 28 Jahre alte Marokkaner war vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht wegen Beihilfe zum Mord in 3 045 Fällen und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung angeklagt.

Im weltweit ersten Prozess um die Terroranschläge vom 11. September 2001 hatte die Anklage für den 28 Jahre alten Marokkaner 15 Jahre Haft gefordert. El Motasseqs Verteidiger hatten auf Freispruch plädiert. Der Angeklagte hatte bis zum Schluss seine Unschuld beteuert.

Das Gericht sah es am Mittwoch nach den Worten des Vorsitzenden Richters Albrecht Mentz als erwiesen an, dass der Marokkaner Mounir El Motassadeq an der Planung der Anschläge eingeweiht war und sie mit vorbereitet hat. Der Strafsenat verurteilte ihn deshalb wegen Beihilfe zum Mord in 3 066 Fällen und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und folgte damit der Bundesanwaltschaft in vollem Umfang.

Der Angeklagte nahm das Urteil zunächst regungslos auf. Er hatte bis zuletzt bestritten, von den Anschlagsplänen gewusst zu haben. Allerdings hatte er eingeräumt, die späteren Attentäter um Mohammed Atta gut gekannt zu haben, die wie er in Hamburg studierten. Zudem war er zur Schießausbildung in einem afghanischen Camp der El Kaida-Organisation des Moslem-Extremisten Osama Bin Laden.

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