Elber vergibt Elfmeter
Hertha BSC schlägt Bayern im Ligapokal

Durch einen 4:3-Erfolg im Elfmeterschießen gegen den vierfachen Cup- Gewinner zog der Pokal-Verteidiger aus Berlin ins Halbfinale ein.

HB AUE. Hertha BSC hat den Traum des FC Bayern München vom Gewinn des ersten Titels in der neuen Saison platzen lassen. Held des Abends vor 14 000 Zuschauern im Erzgebirgsstadion war Hertha-Torhüter Gabor Kiraly, der die Schüsse von Michael Tarnat und Giovane Elber parierte. Nach Toren von zwei Mal Elber (17./88.) für die Bayern sowie Marcelinho (44.) und Michael Preetz (87.) hatte es nach 90 Minuten 2:2 (1:1) gestanden. Die Berliner treffen nun am Dienstag in Jena in der Vorschlussrunde der mit insgesamt 3,692 Millionen Euro dotierten Veranstaltung auf den deutschen Meister Borussia Dortmund.

24 Stunden nach dem müden Kick zwischen Vizemeister Bayer Leverkusen und Werder Bremen hatte das zweite Vorrundenspiel des wenig geliebten Wettbewerbs deutlich mehr Unterhaltungswert. In einer Partie mit hohem kämpferischen Einsatz erwiesen sich die Bayern auch ohne die noch geschonten Vize-Weltmeister Oliver Kahn, Thomas Linke, Michael Ballack und Jens Jeremies als das spielerisch reifere Team. Angetrieben von dem laufstarken Torsten Fink erspielte sich die zweite Garnitur der Münchner im Mittelfeld ein Übergewicht. Dagegen brauchten die Berliner unter den Augen ihrer brasilianischen Neuverpflichtung Luizao lange Zeit, um ihren Rhythmus zu finden und wurden erst nach dem Gegentor munter. Im ersten Pflichtspiel unter der Regie des neuen Trainers Huub Stevens setzte vor allem Marcelinho im Mittelfeld Akzente, während Michael Preetz und Alex Alves im Angriff blass blieben.

Ein schwerer Fehler von Hertha-Keeper Gabor Kiraly ging der Münchner Führung voraus. Als der Ungar bei einer Flanke von Michael Tarnat daneben griff, konnte Elber zwei Tage nach seinem 30. Geburtstag ohne Mühe abstauben. Mit einer glänzenden Parade bei Mehmet Scholls Freistoß (40.) machte der Berliner Schlussmann seinen Fehler allerdings wieder wett. Auch beim Berliner Ausgleich stand mit Stefan Wessels ein Torwart Pate. Der Vertreter von Oliver Kahn konnte eine Minute vor der Pause einen Schuss von Michael Preetz nicht festhalten, der Brasilianer Marcelinho war zur Stelle und drückte den Ball zum 1:1 über die Linie. Sekunden später verhinderte Wessels mit einer Fußabwehr gegen Kostas Konstantinidis den drohenden Münchner Rückstand. Im zweiten Durchgang lagen die besseren Möglichkeiten auf Seiten der Berliner. In der 63. Minute vergab Preetz völlig frei vor Wessels das mögliche 2:1. In der Schlussphase überschlugen sich die Ereignisse. Die Berliner Führung durch Preetz beantwortete Elber postwendend mit dem Ausgleich.

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