Electronica 2002 in München
Gebeutelte Branche hofft auf moderaten Aufschwung

Der Münchner Messe ist am Dienstag ein guter Start der Electronica 2002 gelungen. Diese zeigte ein reger Fachbesuch mit hohem Anteil ausländischer Besucher bereits am ersten Messetag.

HB/dpa/ruk MÜNCHEN. Die Veranstaltung gilt in der Branchen als die wichtigste Messe und Konferenz weltweit. Über 3500 Firmen aus der Elektronikbranche erwarten nach Angaben des Veranstalters bis einschließlich Freitag etwa 75000 Besuchern.

Auf der Münchner Veranstaltung versucht die Branche sich in schweren konjunkturellen Zeiten für das nächste Jahr Mut zu machen und Zuversicht zu verbreiten. Zwar erwartet der Zentralverband der Deutschen Elektro- und Elektronikindustrie (ZVEI) noch ein hartes viertes Quartal im laufenden Jahr, für 2003 rechnet er aber bei einem gemäßigten Wachstum wieder mit besseren Zeiten.

Die schwer gebeutelte Halbleiterbranche in Deutschland hat in diesem Jahr mit Auftragsrückgängen in fast allen Abnehmerbranchen zu kämpfen. Sowohl aus der Telekommunikationsbranche als auch aus der Verbraucher- und der Industrieelektronik seien die Bestellungen zweistellig zurückgegangen, so der ZVEI zur Eröffnung der Fachmesse. Lediglich die Automobilindustrie bestelle etwas mehr als im Vorjahr.

Für das gesamte Jahr 2002 rechnet die Halbleiterbranche in Deutschland weiterhin mit einem Umsatzrückgang von zehn Prozent auf knapp 9,5 Mrd.?. Bereits im vergangenen Jahr war der deutsche Halbleitermarkt in Folge der Hightech-Krise um 14% eingebrochen.

Der Gesamtmarkt für elektronische Bauelemente in Deutschland, zu denen die Halbleiter gehören, wird nach Angaben des ZVEI in diesem Jahr um knapp 10 Prozent zurückgehen. Im Jahr 2003 werde wieder ein moderates, einstelliges Wachstum erwartet.

"Nach der nun zweijährigen Durststrecke auf dem Inlandsmarkt sieht unsere Branche dem kommenden Jahr durchaus positiv entgegen", sagte ZVEI-Präsident Dietmar Harting. Für den Halbleitermarkt hatte der Verband seine Prognose von ursprünglich 12 Prozent bis 13 Prozent Wachstum für 2003 bereits in der vergangenen Woche in Frage gestellt und nur noch von einem unbezifferten Umsatzplus gesprochen.

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