Elektriker-Witwe erhält Hinterbliebenenrente
Alkoholvergiftung kann Arbeitsunfall sein

Die tödliche Alkoholvergiftung, die sich ein französischer Elektriker bei einem Wodka-Gelage auf einer russischen Baustelle geholt hat, gilt als Arbeitsunfall und berechtigt die Witwe zum Bezug einer Hinterbliebenenrente. Gegen diesen Beschluss des Berufungsgerichts im ostfranzösischen Nancy sei nun kein Widerspruch mehr möglich, berichtete die Zeitung "La Liberté de l'Est" aus Epinal (Montagsausgabe). Die Sozialkassen hatten demnach darauf verzichtet, in die Revision zu gehen.

afp EPINAL. Nach Überzeugung der Richter hatte der 44-Jährige bei seinem Einsatz 1999 auf einer Baustelle der Kaukasus-Stadt Naltschik nicht die Möglichkeit, sich dem Trink-Gelage zu entziehen, weil er von Wächtern am Verlassen des Geländes gehindert wurde. Seine tödliche Alkoholvergiftung sei also ein Arbeitsunfall gewesen. Die Rentenkasse hatte zunächst die Rentenzahlung verweigert und in erster Instanz Recht bekommen.

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