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Elektroindustrie fordert Milliardenausgaben für Netze und Kraftwerke

Die deutschen Stromnetze und Kraftwerke müssen nach Ansicht des Branchenverbandes der deutschen Elektroindustrie mit Investitionen in zweistelliger Milliardenhöhe modernisiert werden. Dabei bestehe "akuter Handlungsbedarf", teilte der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektroindustrie (Zvei) am Montag in Mannheim mit. Er forderte einen "Aktionsplan von Industrie, Energiewirtschaft und Politik zur Sicherstellung der Energieversorgung". Bis zu 40 Mrd. Euro würden allein bis 2025 für Kraftwerke gebraucht. Von der Politik forderte der 1 400 Mitgliedsunternehmen zählende Verband "langfristig stabile und verlässliche Rahmenbedingungen für die Energieversorger".

dpa-afx MANNHEIM. Die deutschen Stromnetze und Kraftwerke müssen nach Ansicht des Branchenverbandes der deutschen Elektroindustrie mit Investitionen in zweistelliger Milliardenhöhe modernisiert werden. Dabei bestehe "akuter Handlungsbedarf", teilte der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektroindustrie (Zvei) am Montag in Mannheim mit. Er forderte einen "Aktionsplan von Industrie, Energiewirtschaft und Politik zur Sicherstellung der Energieversorgung". Bis zu 40 Mrd. Euro würden allein bis 2025 für Kraftwerke gebraucht. Von der Politik forderte der 1 400 Mitgliedsunternehmen zählende Verband "langfristig stabile und verlässliche Rahmenbedingungen für die Energieversorger".

Die Modernisierung der Stromnetze müsse bald in Angriff genommen werden, weil mit einer Vorlaufzeit von zehn Jahren zu rechnen sei, teilte der Zvei mit. "Es ist dringend erforderlich, diese mittlerweile teilweise in die Jahre gekommenen Netze nicht nur zu erneuern, sondern darüber hinaus stärker auszubauen", sagte Zvei- Vorstandsmitglied Joachim Schneider. Der verstärkte Stromhandel und die vermehrte Einspeisung von Strom aus regenerativen Quellen belasteten die Netze.

Deutschland brauche zudem dringend neue Kraftwerke, sagte der Vize-Vorsitzende de Zvei-Fachverbandes Energietechnik, Ralf Guntermann. Bis 2025 belaufe sich der Ersatzbedarf auf rund 60 000 Megawatt, was etwa 80 Kohlekraftwerken entspreche. Der vom Zvei befragte Professor Harald Weber vom Institut für Elektrische Energietechnik der Universität Rostock riet, auch die Kernenergie wieder in Betracht zu ziehen. Die Kernfusion, bei der im Gegensatz zur Kernspaltung keine lange Endlagerung von Abfällen nötig sei, könne ab 2050 kommerziell eingesetzt werden. Nach Webers Darstellung sinkt die Strahlung bei Abfällen der Kernfusion nach höchstens 100 Jahren auf das Strahlungsniveau von Steinkohle ab.

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