Elf Banken halten 70 Prozent der Anteile
Neue Chance für Herlitz

Die Gläubigerbanken der zahlungsunfähigen Herlitz AG haben dem Insolvenzplan für den Konzern grundsätzlich zugestimmt und dürften damit den Fortbestand des Schreibwarenherstellers vorerst gesichert haben.

Agentur: RTR vom: 22.05 -------------------------------------------------------------------------------- FOKUS 1-Herlitz-Gläubiger steuern auf Millionenverzicht zu Berlin, 22. Mai (Reuters) - Die Gläubigerbanken der zahlungsunfähigen Herlitz AG haben dem Insolvenzplan für den Konzern grundsätzlich zugestimmt und dürften damit den Fortbestand des Schreibwarenherstellers vorerst gesichert haben. Ein Sprecher des vorläufigen Insolvenzverwalters Peter Leonhardt sagte Reuters am Mittwoch, es zeichne sich ein Forderungsverzicht der Gläubiger in Höhe von möglicherweise rund 100 Millionen Euro ab. Die Gläubigerbanken hätten den am Dienstagabend von Leonhardt vorgelegten Entwurf des Insolvenzplans begrüßt. Nach einer Überarbeitung von Details werde das Insolvenzverfahren voraussichtlich Anfang Juni eröffnet. Herlitz hatte Anfang April Antrag auf Insolvenz gestellt und ist mit rund 300 Millionen Euro bei den Banken verschuldet, die rund 70 Prozent an dem Unternehmen halten. Nach früheren Angaben Leonhardts belaufen sich die Verbindlichkeiten von Herlitz einschließlich Pensionsverpflichtungen auf rund 400 Millionen Euro. Leonhardt will das Traditionsunternehmen mit seinen rund 2700 Beschäftigten im Kern erhalten. BANKEN: GERINGER NACHBESSERUNGSBEDARF BEI INSOLVENZPLAN KREISE: FORTBESTAND DES KONZERNS VORERST GESICHERT Herlitz-Betriebsratschef Christian Petsch bezeichnete die Zustimmung der Gläubigerbanken als positives Zeichen. "Dadurch wird die Zukunft von Herlitz wieder ein Stück sicherer." Auch in Gläubigerkreisen hieß es: "Damit ist der Fortbestand des Unternehmens wohl vorerst gesichert." kla/mik REUTERS

Reuters BERLIN. Ein Sprecher des vorläufigen Insolvenzverwalters Peter Leonhardt sagte am Mittwoch, es zeichne sich ein Forderungsverzicht der Gläubiger in Höhe von möglicherweise rund 100 Mill. ? ab. Die Gläubigerbanken hätten den am Dienstagabend von Leonhardt vorgelegten Entwurf des Insolvenzplans begrüßt. Nach einer Überarbeitung von Details werde das Insolvenzverfahren voraussichtlich Anfang Juni eröffnet. Herlitz hatte Anfang April Antrag auf Insolvenz gestellt und ist mit rund 300 Mill. ? bei den Banken verschuldet, die rund 70 % an dem Unternehmen halten. Nach früheren Angaben Leonhardts belaufen sich die Verbindlichkeiten von Herlitz einschließlich Pensionsverpflichtungen auf rund 400 Mill. ?. Leonhardt will das Traditionsunternehmen mit seinen rund 2700 Beschäftigten im Kern erhalten.

Banken: Geringer Nachbesserungsbedarf bei Insolvenzplan

Bestandteile des Insolvenzplans seien Forderungsverzichte der Banken und der weiteren Gläubigergruppen, um die Schuldenlast zu reduzieren und das Unternehmen als Ganzes zu erhalten, teilte Leonhardt mit. "Die Stolpersteine sind aus dem Weg", sagte sein Sprecher. Die HypoVereinsbank als Bankenpoolführer bestätigte die grundsätzliche Einigung und kündigte geringen Nachbesserungsbedarf beim Insolvenzplan an. Details nannte ein Sprecher der Bank aber nicht und wollte sich auch nicht zu dem Forderungsverzicht äußern.

Kreise: Fortbestand des Konzerns vorerst gesichert

Herlitz-Betriebsratschef Christian Petsch bezeichnete die Zustimmung der Gläubigerbanken als positives Zeichen. "Dadurch wird die Zukunft von Herlitz wieder ein Stück sicherer." Auch in Gläubigerkreisen hieß es: "Damit ist der Fortbestand des Unternehmens wohl vorerst gesichert."

Herlitz kündigte an, das Unternehmen bereite die Eröffnung des Insolvenzverfahrens vor, dem die Banken positiv gegenüber stünden. Dieser Weg sei bei dem Treffen zwischen den Poolbanken, Leonhardt und dem Herlitz-Vorstand nicht zuletzt auch durch die erfolgreiche wirtschaftliche Konzernentwicklung in den ersten vier Monaten des laufenden Geschäftsjahres bestätigt worden. Umsatz und Ergebnis würden sich trotz der beantragten Insolvenz deutlich besser als geplant entwickeln. Dieser Trend sei im April durch insolvenzbedingte Entlastungseffekte wie weggefallene Zins- und Personalaufwendungen noch verstärkt worden, sagte eine Konzernsprecherin.

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