Elf Festnahmen
Zwei Tote bei israelischem Vorstoß nach Nablus

Die israelische Armee ist am Freitagmorgen vorübergehend mit etwa 50 Panzern in die Stadt Nablus im Westjordanland eingerückt. Bei heftigen Gefechten wurden nach palästinensischen Angaben zwei Menschen getötet, darunter ein palästinensischer Polizist. Anschließend begannen die Truppen mit den Rückzug, berichtete der israelische Rundfunk.

dpa JERUSALEM/NABLUS. Bei dem Vorstoß wurden mindestens elf mutmaßliche Extremisten festgenommen. Einer von ihnen habe einen Selbstmordanschlag in Israel geplant, hieß es. Die Soldaten hätten auch ein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug gefunden und die Bombe kontrolliert gezündet.

Die israelische Armee hatte sich vor fast zwei Wochen aus der Stadt Nablus zurückgezogen, die es im Rahmen der Großoffensive "Operation Schutzschild" 17 Tage lang besetzt hatte. Dabei waren mehr als 70 Palästinenser und ein israelischer Soldat getötet worden. Israel hat sich auf starken internationalen Druck hin aus allen Städten des Westjordanlands außer Bethlehem zurückgezogen, will jedoch weiter in gezielten Aktionen kurz in Palästinenserstädte eindringen, um dort mutmaßliche Terroristen festzunehmen.

Nach palästinensischen Angaben wurden in der Nacht zum Freitag bei Operationen in Hebron und mehreren Ortschaften im Westjordanland mindestens fünf Personen festgenommen, die Anschläge geplant haben sollen. Zwei der Festgenommenen gehörten der radikal-islamischen Hamas-Organisation an, hieß es.

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