Elf Jahresweltbestleistungen
Mexikanerin stahl Freeman die Show

Die Mexikanerin Ana Guevara hat beim Leichtathletik-Festival der Jahresweltbestleistungen auf dem Hayward Field in Eugene (US-Bundesstaat Oregon) für den Höhepunkt der zweistündigen Veranstaltung gesorgt. Die in der vorigen Saison ungeschlagene Südamerikanerin unterbot beim "Prefontaine Classic" über 400 m in 49,34 deutlich die 50-Sekunden-Grenze und stahl damit Olympiasiegerin Cathy Freeman die Show.

HB/dpa EUGENE. Die Australierin bestritt seit ihrem Triumph am 25. September 2000 in Sydney ihr erstes internationales Rennen und lief in 51,70 Sekunden nur auf Rang fünf. "Ich wollte schneller laufen. Doch das war einer der Tage, wo ich nicht gut drauf war. Ich habe definitiv mehr Selbstvertrauen und beginne wieder an mich zu glauben", sagte Freeman, die nächstes Jahr in Athen erneut olympisches Gold gewinnen möchte.

Derzeit ist aber Guevara nicht zu schlagen. "Ich habe nicht erwartet, dass ich so schnell sein werde. Ich dachte, dass etwa 50,60 Sekunden rauskommen würden. Eine 49er Zeit so früh in der Saison ist fantastisch", sagte Guevara nach ihrem ersten 400-m-Rennen in diesem Jahr.

Die 11 000 Zuschauer konnten bei guten Witterungsbedingungen insgesamt elf Jahresweltbestleistungen beklatschen. Dem Kenianer Bernard Lagat glückten dabei gleich zwei. Bei seinem Rennen über eine Meile passierte der Olympia-Dritte die 1 500-m-Marke nach 3:34,47 Minuten und siegte schließlich in 3:50,21 Minuten. Für die weiteren Bestmarken bei den Männern sorgten Tyree Washington (USA) über die Stadionrunde in 44,70 Sekunden und Lagats Landsmann Abraham Chebii über 5 000 m in 13:08,10 Minuten.

An die Spitze der Frauen-Bestenlisten setzten sich neben Guevara auch 100-m-Sprinterin Kelli White (USA) in 10,96 Sekunden, Olympiasiegerin Maria Mutola (Mosambique) mit 1:57,98 Minuten über 800 m, Brigitte Foster (Jamaika) über 100 m Hürden in 12,45 Sekunden, Jolanda Ceplak (Slowenien) über 1 500 m in 4:02,44 Minuten, Hochspringerin Tisha Waller mit 1,98 m und Stabhochsprungerin Stacy Dragila (beide USA). Die Olympiasiegerin und Weltmeisterin gewann mit 4,62 m und schlug ihre Dauerrivalin Swetlana Feofanowa (Russland), die lediglich 4,52 m überquerte.

Aber auch die Sieger-Resultate in den anderen Disziplinen konnten sich sehen lassen. Larry Wade gewann den Hürdensprint über 110 m in 13,24 Sekunden, Weitspringer Miguel Pate kam auf 8,27 m und Kugelstoßer Kevin Toth wuchtete den Eisenball auf 21,76 m. In Abwesenheit des verletzten Weltrekordlers Tim Montgomery (alle USA) siegte Kim Collins (St. Kitts & Nevis) über 100 m in 10,0 Sekunden.

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