Elfmetersieg in Bochum: Wiese lässt Lauterns leere Kasse klingeln

Elfmetersieg in Bochum
Wiese lässt Lauterns leere Kasse klingeln

Die Nervenstärke von Tim Wiese hat dem von Millionen-Schulden geplagten 1. FC Kaiserslautern die Einnahmequelle DFB-Pokal erhalten. Dank zweier gehaltener Schüsse des Torhüters beim 4:3 im Elfmeterschießen beim VfL Bochum zogen die Pfälzer am Mittwochabend zum insgesamt zehnten Mal ins Pokal-Halbfinale ein.

HB/dpa BOCHUM. Vor 22 199 Zuschauern im Ruhrstadion hatten sich beide Teams nach 120 dramatischen Minuten 3:3 (2:2, 2:2) getrennt. Drei Tore von Vratislav Lokvenc (22./27./102.) reichten den abstiegsbedrohten Pfälzern nicht zum Erfolg, weil nach Frank Fahrenhorsts (8.) Führung Thomas Reis (33.) und Thomas Christiansen (105./Foulelfmeter) jeweils für die Bochumer ausgleichen konnten.

Vier Tage nach der mit dem späten Ausgleich belohnten Aufholjagd auf Schalke präsentierte sich das Bundesliga-Schlusslicht in einem rassigen Pokal-Fight selbstbewusst und angriffslustig. Die Pfälzer erspielten sich ein klares Plus an Torchancen und ließen sich auch durch den frühen Rückstand durch Fahrenhorst nicht von ihrer offensiven Linie abbringen. Der Bochumer Abwehrspieler war nach einer Fußabwehr von FCK-Keeper Tim Wiese im Nachschuss erfolgreich. In der Folgezeit wurde Rein van Duijnhoven mit fantastischen Reaktionen zum großen Rückhalt für den VfL, dessen Abwehr sich vor allem bei hohen Bällen in den Strafraum als überaus anfällig erwies.

So verwunderte es nicht, dass Lokvenc nach Flanken von Dimitrios Grammozis und Markus Anfang zwei Mal ungehindert per Kopf vollstrecken konnte. Mit tollen Paraden verhinderte van Duijnhoven zudem Lauterer Treffer durch Miroslav Klose (4./13.) und Aleksander Knavs (37.). Eine weitere Möglichkeit, das Spiel frühzeitig für den FCK zu entscheiden, verpasste Michael Mifsud (29.), dessen Heber am VfL-Tor vorbeiflog. Die Gastgeber wirkten über weite Strecken verunsichert, kamen aber dennoch noch vor der Pause zum Ausgleich, als der gerade erst für Martin Meichelbeck eingewechselte Reis den Ball in die lange Ecke schlenzte.

Nach Wiederbeginn erhöhten die Bochumer den Druck und deckten dabei manche Unsicherheit in der Abwehr der Gäste auf. In der 68. Minute prüfte Cristian Fiel Lauterns Schlussmann Wiese aus der Distanz. Der in der Winterpause von Union Berlin verpflichtete Mittelfeldspieler lieferte bei seinem Einsatz von Beginn an eine ordentliche Vorstellung im VfL-Trikot.

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