Elfter Titel für Luck
Deutsche Herren verzaubern Biathlon-Welt

Dank überragender Schießleistungen hat das deutsche Quartett unter dem euphorischen Jubel der Zuschauer in Oberhof seinen WM-Titel in der 4x7,5-km-Staffel erfolgreich verteidigt. Für den im Vorfeld als Wackelkandidaten gehandelten Frank Luck war es ein Abschied von der Biathlon-Bühne, wie er schöner nicht sein konnte.

HB OBERHOF. Luck legte mit einer großartigen Leistung zum Abschluss seiner Laufbahn den Grundstein für den elften deutschen Staffelsieg in der Geschichte der Biathlon-Weltmeisterschaften. "Ich bin überglücklich. Das ist ein Wahnsinnsgefühl. Die ganze harte Arbeit eines Jahres hat sich gelohnt", jubelte der 36-Jährige. Mit elf WM-Titeln sowie fünf Silber- und vier Bronzemedaillen ist "Lucki" nun der erfolgreichste Skijäger in der WM-Geschichte.

Nach Luck, der als Dritter wechselte, erkämpfte Ricco Groß (Ruhpolding) mit makellosem Schießen die Führung. Sven Fischer (Oberhof) baute den Vorsprung weiter aus und Schlussläufer Michael Greis (Nesselwang), der wie Fischer einmal nachladen musste, lief den Sieg nach Hause. Im Ziel nach vier x 7,5 Kilometern hatte der Titelverteidiger 15,7 Sekunden Vorsprung vor Norwegen und 33,3 vor Frankreich.

"So eine Staffel mit fast makellosem Schießen habe ich auch noch nicht erlebt. Ich glaube, das war die beste Staffel der Welt, die wir je gelaufen sind. Hut ab und Wahnsinnskompliment an die ganze Mannschaft. Fantastisch, wie sich die Männer heute verkauft haben", lobte Bundestrainer Frank Ullrich seine Gold-Jungs. Schon als Luck seine beiden Schieß-Einlagen fehlerfrei absolviert hatte, reckte Ullrich jubelnd beide Fäuste in den Himmel. "Alles richtig gemacht. Doch nicht nur die vier Burschen, auch die Skitechniker haben heute etwas gezaubert", fügte er mit Tränen in den Augen an.

Als Luck seine 7,5 Kilometer absolviert und um 14.34 Uhr seinen letzten Schuss bei einer WM abgegeben hatte, genoss er die "Lucki, Lucki"-Sprechchöre aus mehr als 25 000 Kehlen, die den Rennsteig zum Beben brachten. "Ich hatte bereits vor dem Start eine Gänsehaut. Die vielen Plakate, auf denen mir Glück gewünscht und gratuliert wurde, sind sensationell. Ich habe das genossen." Schon lange vor dem Zieleinlauf stimmten die Fans ihre Freudengesänge an: "So ein Tag, so wunderschön wie heute."

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