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Elian mit Vater aus USA nach Kuba abgeflogen

Reuters WASHINGTON. Der Flüchtlingsjunge Elian hat am Mittwoch mit seinem Vater und anderen Verwandten die USA verlassen und ist nach sieben Monaten in sein Heimatland Kuba aufgebrochen. Sie waren an Bord einer Chartermaschine, die um 16.41 Uhr Ortszeit (22.41 Uhr MESZ) vom internationalen Flughafen Dulles in Washington abhob. Der Oberste Gerichtshof in den USA hatte wenige Stunden zuvor den Weg für Elians Heimkehr frei gemacht und ohne Kommentar einen Eilantrag der exilkubanischen Verwandten Elians abgewiesen, die eine Rückkehr des Sechsjährigen verhindern wollten. Um 22.00 Uhr MESZ war eine gerichtliche Verfügung abgelaufen, die die Ausreise des Jungen untersagte.

Elian hatte im November als einziger den Untergang eines Bootes mit kubanischen Flüchtlingen auf den Weg in die USA überlebt. Kuba hatte wiederholt auf die Heimkehr des Jungen gedrängt. Eine Rückkehr Elians gilt ein politischer Triumph für Präsident Fidel Castro, der sich wiederholt für die Ausreise des Jungen stark gemacht hatte.

Am Freitag hatte ein Berufungsgericht in Atlanta verkündet, es werde seinen Beschluss nicht revidieren, wonach dem Jungen keine Anhörung über politisches Asyl in den USA zusteht. Da der Oberste Gerichtshof den Eilantrag ablehnte, sind die Rechtsmittel ausgeschöpft. Das US-Justizministerium begrüßte den Beschluss am Mittwoch.

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