Elieser verurteilt Appell zum "totalen Krieg"
Jüdischer Siedlerchef ruft öffentlich zu Tötung von Arafat auf

Der Generalsekretär des größten jüdischen Siedlerrates im Westjordanland und im Gazastreifen, Schlomo Filber, hat öffentlich zur Tötung von Palästinenserpräsident Jassir Arafat aufgerufen.

afp JERUSALEM. "Wir haben mehr als 2000 Angriffe in weniger als fünf Monaten von Arafat und seinen Polizisten abbekommen: er muss getötet und der Apparat, den er leitet, zerstört werden", sagte Filber am Montag in einem Interview mit dem staatlichen israelischen Rundfunk. Er reagierte auf zwei Angriffe, bei denen am Sonntag zwei Siedler bei Ramallah im Westjordanland verletzt worden waren. Der israelische Kommunikationsminister Ben Elieser verurteilte den Mordappell. Solch ein Aufruf bedeute, sich einem "totalen Krieg" auszusetzen, sagte er im Rundfunk. Erstmals seit drei Wochen trafen sich am Sonntag israelische und palästinensische Militärvertreter.

Filber fügte hinzu, es könne keinen Frieden mit Arafat geben. Dieser sei "ein Terrorist". "Wir befinden uns im Krieg. Jeder Bürger Israels, der zur Arbeit geht, weiß das, und jedes Kind, das zur Schule geht, weiß es", sagte er. Dagegen betonte Elieser, die Mehrheit der Palästinenser wolle den Frieden. In der neuen Regierung unter Ariel Scharon ist der Chef des rechten Flügels der Arbeitspartei für den Posten des Verteidungsministers vorgesehen.



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