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Els und Singh rütteln am Thron des Tigers

Der Thron von Tiger Woods wackelt und Alexander Cejka träumt vom ersten Major-Sieg seiner Golf- Profikarriere bei der 104. US Open in Shinnecock Hills/New York.

New York/Frankfurt/Main. Für den am Handgelenk verletzten Bernhard Langer kommt das zweite Major-Turnier des Jahres nach dem Masters-Sieg des Amerikaners Phil Mickelson im April genau eine Woche zu früh.



Erst zum dritten Mal seit seinem Debüt 1985 und 17 Starts bei dem mit 6 Millionen Dollar dotierten Traditions-Turnier muss der Ryder Cup-Kapitän passen. Im Kampf um den 1,1 Millionen Dollar-Siegerscheck aber muss Cejka sich mit dem Weltranglisten-Ersten Woods (12,66 Punkte) sowie dessen Verfolgern Ernie Els (10,75/Südafrika) und Vijay Singh (10,62/Fidschi) auseinander setzen, die wie Mickelson als Favoriten ab Donnerstag auf dem Par 72-Kurs auf Long Island stehen.



Der Vorsprung von Woods in der Weltrangliste ist soweit abgeschmolzen, dass der 28-jährige Superstar zum zweiten Mal seit dem 4. Januar 1998 und nach insgesamt 323 Wochen auf Platz eins seinen Spitzenplatz verlieren könnte.



Dafür müsste Els am kommenden Sonntag gewinnen und Woods, der seit seinem letzen von acht Major-Titeln am 16. Juni 2002 keines dieser hochkarätigen Turniere mehr gewonnen hat, nicht mehr als Platz sieben bei der US Open erreichen. Singh könnte den Kalifornier Woods, der nach dem kurzen Interregnum von David Duval (USA) seit 253 Wochen ununterbrochen Platz eins besetzt, ablösen, wenn der Berufsspieler aus Fidschi gewinnt und Woods den Cut verpasst.



Nur genau das hat sich der Tiger, der 2004 erst ein Turnier bei 10 Starts und 2,81 Millionen Dollar gewonnen hat, seit 1996 in 117 Turnieren nicht mehr geleistet. "Ich kann auch ein Major gewinnen. Ein paar Mal habe ich schon an die Tür geklopft, als ich bei der British Open mit Bernhard in Führung lag oder wie beim diesjährigen Masters nach zwei Runden mit ganz vorn war", sagt Cejka.



Er liegt in der Weltrangliste derzeit auf Rang 62 um drei Plätze vor seinem 46 Jahre alten Idol Langer. Cejka hat mit vier Siegen auf der Europa-Tour bisher über 5 Millionen Euro Preisgeld verdient.



Aber der ehrgeizige Arbeiter, den sie wegen seiner hohen Turnier- Startzahlen in USA und Europa den "Ironman" nennen, will mehr. "Golf ist mein Job und auch ein Teil meines Lebens. Aber ich glaube schon, dass ich zum Beispiel in fünf Jahren aufhören könnte. Ich bin aber keiner, der bis zum Umfallen jeden Tag von morgens bis abends auf dem Golfplatz ist", sagt Cejka.

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