Eltern in Haft
Baby lebensrettende Behandlung verweigert

Mit umklammerten Bibeln in der Hand hat ein Ehepaar in Neuseeland am Donnerstag vor Gericht einen Schuldspruch wegen Totschlags an ihrem eigenen Baby gehört.

dpa WELLINGTON. Die 34-Jährige und der 45-Jährige hatten ihren sechs Monate alten Sohn Caleb aus religiösen Gründen streng vegan - also ohne jedes tierische Produkt - ernährt. Als das unterernährte Baby an einer Lungenentzündung erkrankte, verweigerten sie ihm eine rettende Behandlung. Ein Gericht in der Stadt Auckland verurteilte die beiden Mitglieder der "Adventisten des Siebten Tags" zu fünf Jahren Gefängnis, berichtete Radio New Zealand.

Ihr Verhalten zeuge von außergewöhnlicher Vernachlässigung, sagte der Richter. Eine Behandlung ihres Sohnes in einem Krankenhaus hatten die beiden abgelehnt, da sie auf Gott und Naturheilverfahren vertrauen wollten. Vor den Behörden versteckte das Paar ihr Baby. Die Frau, die erneut schwanger ist, soll ihr erwartetes Baby nun nicht mehr demselben Schicksal aussetzen können.

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