Eltern verunglückt
Erste schwere Prüfung für Haas

Im Achtelfinale des Masters-Turniers in Toronto trifft der 24-Jährige in der Nacht zum Freitag auf den ehemaligen Weltranglisten-Ersten Pete Sampras.

HB TORONTO. Der Amerikaner setzte sich am Mittwoch (Ortszeit) in der zweiten Runde mühsam mit 3:6, 7:6 (7:5), 6:2 gegen den Qualifikanten Hyung-Taik Lee aus Südkorea durch. Der an Nummer drei gesetzte Haas hatte zuvor 6:3, 3:6, 6:3 gegen den Niederländer Sjeng Schalken gewonnen.

Der Hamburger zeigte sich anschließend "ein wenig überrascht", wie gut es nach seiner langen Wettkampfpause inzwischen wieder für ihn läuft. "Ich habe hier nichts erwartet, aber ich habe zwei solide Matches gespielt." Andererseits räumte Haas dreieinhalb Wochen vor Beginn der US Open ein: "Ich bin noch weit weg von dem Punkt, wo ich hin möchte. Es ist schwierig. Ich wünsche meinen Eltern das Beste und möchte, dass sie gesund werden, aber ich muss zu meinem Leben zurückkehren." Gesundheitliche Probleme und der schwere Motorrad- Unfall seiner Eltern hatten Haas nach dem Aus bei den French Open eine fast zweimonatige, unfreiwillige Pause beschert.

Gegen Sampras verlor er vor vier Jahren in Toronto ebenfalls im Achtelfinale, die vergangenen beiden Begegnungen gegen den immer mehr schwächelnden Star konnte Haas allerdings gewinnen. Unmittelbar vor den letzten US Open setzte er sich im Finale von Long Island durch. "Das wird ein guter Test", meinte auch Sampras. "Ich muss gut aufschlagen und stark retournieren, damit ich ans Netz nachrücken kann", erläuterte der bald 31-Jährige.

Auf dem Weg in die Runde der letzten 16 gescheitert ist dagegen Juan Carlos Ferrero. Der in Toronto an Position acht geführte Spanier verlor 5:7, 3:6 gegen Stefan Koubek. Der Österreicher trifft nun auf den Amerikaner Andy Roddick, der Nicolas Lapentti aus Ecuador 6:4, 3:6, 7:6 (7:5) besiegte. Der US-Jungstar ließ sich beim Stand von 4:5 im dritten Satz wegen Krämpfen behandeln. Da Lapentti Betrug witterte, verwickelte er Roddick nach der Gratulation am Netz in ein heftiges Wortgefecht. Turnier-Offizielle gingen dazwischen und eskortierten den Südamerikaner vom Platz.

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