EM.TV, Consors, Highlight fallen
Neuer Markt gibt deutlich ab

Der Neue Markt ist am Mittwoch mit deutlichen Verlusten aus dem Handel gegangen. Der Auswahl-Index Nemax 50 sank um 3,49 % auf 1 238,97 Punkte.

dpa-afx FRANKFURT. "Charttechnisch hätte der Nemax 50 über 1 241 Punkten bleiben sollen, denn jetzt drohen weitere Verluste", sagte ein Händler einer Großbank. Der alle Werte umfassende Nemax All Share fiel um 2,50 % auf 1 187,64 Punkte.

In der ersten Handelsstunde waren die Kurse noch gestiegen. Händler begründeten dies mit den positiven Vorgaben der technologielastigen US-Börse Nasdaq vom Vorabend. Dort hatte die elfte Zinssenkung der US-Notenbank Fed in diesem Jahr die Kurse steigen lassen. "Den Optimismus mussten wir bei niedrigen Aktienumsätzen dann aber schnell begraben", sagte ein Börsianer in Frankfurt.

Bewegung in den Neuen Markt brachten eine weitere Klage gegen EM.TV , die angekündigte Fusion der Minicomputer-Hersteller Kontron Embedded und Jumptec sowie Spekulationen um die Vermarktung der Rechte an der Fußball Champion League bei Highlight .

Eine Klage der Deutsche-Bank-Tochter Morgan Grenfell und der Deutsche European Partners IV löste bei EM.TV & Merchandising einen weiteren Kurseinbruch aus. Die Aktien verloren 11,25 % auf 1,42 Euro. Händler sagten, den Anlegern fehle jegliche Sicherheit im Hinblick auf die finanzielle Zukunft des Unternehmens. "Die Klagewelle reißt nicht ab."

Auf die angestrebte Fusion von Kontron Embedded Computer und Jumptec, die beide Mini-Computer entwickeln, reagierten die Aktienkurse unterschiedlich. Kontron fielen nach einem anfänglich kurzen Anstieg um 2,07 % auf 14,20 Euro. Jumptec erholten sich vom Verkaufsauftrag eines Großaktionärs in den ersten Handelsstunden und stiegen schließlich um 5,29 % auf 9,15 Euro.

Die Aktien der Highlight Communication, die sich um die Vermarktungsrechte an der Fußball Champions League bewirbt, büßten nach einem rasanten Anstieg an den Vortagen zeitweise ein Fünftel ihres Wertes ein. Bei Handelsschluss verlor die Aktie 15,41 % auf 4,72 Euro. Eine Börsianerin sagte: "Obwohl der Verlust optisch hoch erscheint, geht es nicht widerstandslos nach unten."

Beim Online-Broker Consors signalisierte die Allgemeine Deutsche Direktbank (DiBa) Interesse. "Consors könnte unser Portfolio abrunden und damit auch unsere Marktposition stärken", sagte ein DiBa-Sprecher. Der niederländische Finanzkonzern ING als künftiger Mehrheitsaktionär der DiBa winkte aber noch am gleichen Tag ab. Es sei sehr unwahrscheinlich, dass es zu Gesprächen komme, sagte ein Sprecher. Consors verloren 7,36 % auf 10,07 Euro.

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