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EM.TV stellt sich auf Schadenersatz-Klage im Herbst einDPA-Datum: 2004-07-02 17:11:42

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die Schadenersatzansprüche der Medienfirma EM.TV < ETV.ETR > an frühere Vorstände und Aufsichtsräte könnten im Herbst vor Gericht landen. So lange werde es voraussichtlich dauern, bis die Betroffenen auf die Forderungen reagiert hätten und Klage eingereicht werden könnte, sagte Rechtsanwalt Stefan Rützel der dpa am Freitag in München. EM.TV fordert von dem ehemaligen Firmenchef Thomas Haffa und seinem Bruder Florian, der EM.TV-Finanzvorstand war, sowie fünf weiteren früheren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern 130 Millionen Euro Schadenersatz. Das Unternehmen wirft ihnen ein Fehlverhalten bei Entscheidungen im Zusammenhang mit dem Erwerb der Formel-1-Beteiligung vor.

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die Schadenersatzansprüche der Medienfirma EM.TV < ETV.ETR > an frühere Vorstände und Aufsichtsräte könnten im Herbst vor Gericht landen. So lange werde es voraussichtlich dauern, bis die Betroffenen auf die Forderungen reagiert hätten und Klage eingereicht werden könnte, sagte Rechtsanwalt Stefan Rützel der dpa am Freitag in München. EM.TV fordert von dem ehemaligen Firmenchef Thomas Haffa und seinem Bruder Florian, der EM.TV-Finanzvorstand war, sowie fünf weiteren früheren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern 130 Millionen Euro Schadenersatz. Das Unternehmen wirft ihnen ein Fehlverhalten bei Entscheidungen im Zusammenhang mit dem Erwerb der Formel-1-Beteiligung vor.

Thomas Haffa reagierte darauf mit Unverständnis: "Das kann ich in keinster Weise nachvollziehen." Ihm fehlten aber bisher Informationen über die genauen Hintergründe der Forderungen. "Wir sehen dem Schreiben sehr gelassen entgegen." Vorwürfe im Zusammenhang mit der Formel-1-Beteiligung seien bereits im Rahmen des Prozesses vor dem Landgericht München abgearbeitet worden und seien aus seiner Sicht abschließend behandelt.

EM.TV-Anwalt Rützel wollte sich zum genauen Anlass für die Forderungen nicht äußern. Zunächst solle nun ein so genanntes Anspruchsschreiben an die Betroffenen gerichtet werden, sagte Rützel. Falls sie sich weigerten, zu zahlen, werde Klage erhoben. Er halte zugleich aber eine außergerichtliche Einigung grundsätzlich für möglich.

Die Haffa-Brüder waren Anfang April vergangenen Jahres wegen der Veröffentlichung falscher Umsatzzahlen von EM.TV im Jahr 2000 verurteilt worden. Thomas Haffa musste eine Geldstrafe von 1,2 Millionen Euro zahlen, sein Bruder Florian 240 000 Euro. Durch den Kurssturz der EM.TV-Aktie von rund 100 auf zeitweise weniger als einen Euro hatten zahlreiche Aktionäre im ersten Halbjahr 2000 viel Geld verloren. Unter dem neuen Chef Werner Klatten schlug das Unternehmen einen harten Sanierungskurs ein, der mit einem Komplettumbau und einem Neustart Anfang dieses Jahres einherging. Nur so konnte Klatten den Filmrechtehändler, der durch eine Wandelanleihe von 469 Millionen Euro bedroht war, vor der Pleite retten. dpa cs yyby so

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