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EM-TV will Quartalszahlen spätestens kommende Woche vorlegen

vwd UNTERFÖHRING. Der angeschlagene Medienkonzern EM-TV AG, Unterföhring, will die bereits Ende Mai fällig gewordenen Zahlen für das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres spätestens kommende Woche vorlegen. Eine Höhe der Strafe für die verspätete Vorlage habe die Deutsche Börse noch nicht festgelegt, sagte eine EM-TV-Sprecherin am Mittwoch auf Anfrage von vwd. Zugleich bestätigte sie einen Bericht des Anlegermagazins "Die Telebörse" (Donnerstagausgabe), dass das Unternehmen ihren Aufsichtsräten künftig ein Mehrfaches der bisherigen Bezüge zahlen werde.

Die Sprecherin begründete dies mit der "höheren Arbeitsbelastung" des Gremiums und nannte als Beispiel, die für für 1. August angesetzte Hauptversammlung. Der Aufsichtsratsvorsitzende soll nach den Angaben der Sprecherin statt bisher 10 224 Euro 90 000 Euro erhalten, sein Stellvertreter statt 7 668 Euro 45 000 Euro und das gewöhnliche Aufsichtsratsmitglied statt 5 112 Euro 30 000 Euro. Einer entsprechenden Satzungsänderung sollen die Aktionäre bei der Hauptversammlung zustimmen. Die Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre (SdK) will gegen die Erhöhung stimmen.

Ihre Sprecherin Reinhild Keitel sagte der "Telebörse", es sei der falsche Moment für eine Erhöhung. Auch Daniela Bergdolt von der Schutzgemeinschaft für Wertpapierbesitz (DSW) blickt dem Tagesordnungspunkt mit gemischten Gefühlen entgegen. EM-TV sei angeschlagen und in einem solchen Fall sollte sich der Aufsichtsrat mit geringeren Bezügen zufrieden geben, sagte sie dem Magazin.

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