EMC hat gute Zahlen vorgelegt
Trübe Stimmung auf dem Chipsektor

Vergangene Woche sorgten zufriedenstellende Quartalsergebnisse der Computerhersteller für Gewinne an der Börse. Zum Anfang dieser Woche sind es die Chipwerte, die dem Markt zeigen, dass es leider auch anders geht. Enttäuschende Geschäftsergebnisse bei Texas Instruments und Vitesse dürften den Chip-Sektor heute belasten.

NEW YORK. Texas Instruments erwirtschaftete im vergangenen Quartal mit einem Gewinn von 33 Cents zwei Cents weniger Gewinn, als die Analysten erwartet hatten. Auch für das laufende Geschäftsjahr sehen die Aussichten nicht allzu rosig aus. Der Umsatz werde in diesem Zeitraum um zehn Prozent sinken, erwartet das Management. Der Chiphersteller, der etwa zwei Drittel aller Mobiltelefone mit Chips ausstattet, leide nicht nur unter den schleppenden Nachfrage nach Mobiltelefonen, sondern auch unter hohen Lagerbeständen. Vorbörslich notiert Texas Instrument mit rund sieben Prozent in der Verlustzone.



Konkurrent Vitesse ergeht es heute nicht besser. Die Aktie notiert vor Handelsbeginn sogar zehn Prozent unter ihrem Vortageswert. Der Hersteller von Chips für den Glasfaserbereich, konnte die Analystenerwartungen zwar mit einem Gewinn von 25 Cents um einen Cent übertreffen, doch enttäuschte der Umsatz die Analysten. Die Analysten von Goldman Sachs bestätigen die Aktie dennoch auf "Market Outperformer". Sie halten an ihren Gewinnererwartungen fast, senkt aber das Umsatzziel von 815 Millionen Dollar auf 797 Millionen Dollar. Zwei Softwarehersteller, die erfreuliche Ergebnisse gemeldet haben, könnten dem Sektor heute Impulse geben. Computer Associates International ist schon vorbörslich auf einem Höhenflug. Das Unternehmen kann für das dritte Quartal die Gewinnerwartungen der Analysten um zwei Cents übertreffen. Ohne Ausgaben fuhr das Unternehmen einen Profit von 42 Cents pro Aktie ein.



Eine freudige Überraschung hatte Openwave Systems für die Anleger bereit. Der Hersteller von Kommunikationssoftware für Mobiltelefone konnte seinen Umsatz verdreifachen. Das Unternehmen fuhr einen Gewinn von neun Cents pro Aktie ein. Die Wall Street hatte lediglich mit einem Verlust von drei Cents gerechnet. Vorbörslich geht es kräftig nach oben. Die Credit Suisse heizt dem Unternehmen weiter ein und empfiehlt zum "aggressiv kaufen".



Auch EMC, ein Anbieter von Speicherlösungen, meldet am Dienstagmorgen gute Zahlen. Das Unternehmen hat im vierten Quartal den Gewinn gegenüber dem Vorjahr um 49 Prozent gesteigert. Mit 25 Cents pro Aktie wurden die durchschnittlichen Ertragsschätzungen um zwei Cents pro Aktie übertroffen. Der Umsatz im Bereich Datenspeichersysteme wurde um 50 Prozent auf 2,5 Milliarden Dollar gesteigert. Damit erzielt EMC im Jahr 2000 einen Gesamtumsatz in Höhe von 8,87 Milliarden Dollar. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das eine Steigerung um 32 Prozent. Der Gewinn wurde mit 1,78 Milliarden Dollar um 51 Prozent verbessert.



Auch heute melden wieder zahlreiche Unternehmen ihre Quartalsergebnisse. Gespannt sein dürfen Anleger heute auf die Geschäftszahlen von Broadcom, Compaq, Johnson & Johnson, LSI, Siebel und Nextel.

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