EMI spricht Gewinnwarnung aus

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EMI spricht Gewinnwarnung aus

Angesichts schwächerer Umsätze in der Musik-Sparte hat der drittgrößte Musikkonzern der Welt, EMI Group Plc, am Dienstag zum zweiten Mall in sechs Monaten eine Gewinnwarnung ausgesprochen.

rtr LONDON. Der Vorsteuergewinn vor Goodwill und Sonderposten werde im Geschäftsjahr 2001/2002 (zum 31. März) bei rund 150 Mill. Pfund und damit unter den Markterwartungen liegen, teilte der britische Konzern am Dienstag in London mit. Analysten hatten bisher mit einem Ergebnis von 160 bis 207 Mill. Pfund gerechnet. Der Aktienkurs brach an der Londoner Börse ein. "Das ist für uns alle eine Enttäuschung", sagte EMI-Chairman Eric Nicoli. Erst im Januar hatte EMI seinen Vertrag mit der Pop-Sängerin Mariah Carey beendet. Das neues Album Careys war vier Monate zuvor auf den Markt gekommen, fand bei den Fans aber wenig Anklang. Die Pop-Diva hatte von EMI 28 Mill. Dollar bekommen. EMI hat zwei fehlgeschlagene Fusionsversuche - einen mit Warner Music und einen mit BMG hinter sich.

Der neue Chef der Musik-Sparte, Alain Levy, erklärte, EMI befinde sich mitten in einer Umstrukturierung zur Senkung der Kosten. EMI Reorded Music werde aus dieser Umstrukturierung wettbewerbsfähiger und effizienter hervorgehen. Der Konzern teilte weiter mit, der bisherige Finanzchef von EMI Music Publishing, Roger Faxon, werde künftig Finanz-Chef für den Konzern. Der Aktienkurs von EMI brach vorbörslich zeitweise um 14 % ein, erholte sich im frühen Londoner Geschäft aber wieder. Nach rund einer halben Handelsstunde lagen EMI noch mit 306 Pence gut sechs Prozent im Minus. Der Gesamtmarkt verlor durchschnittlich knapp ein Prozent. EMI hatten im Sog der ersten Gewinnwarnung im September ein Tief von 206 Pence erreicht. In den vergangenen zwölf Monaten haben sich die Aktien aber um rund vier Prozent besser als der Londoner Branchenindex für Medien und Photographie entwickelt.

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