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EMI spricht mit Bertelsmann über Zusammenlegung des Musikgeschäfts

Es gehe um eine "mögliche Kombination" von EMI und der Bertelsmann-Tochter BMG (Bertelsmann Music Group), nicht aber um ein Übernahmeangebot von Bertelsmann für EMI.

dpa LONDON. Der britische Musikkonzern EMI hat Kooperationsgespräche mit dem deutschen Medienkonzern Bertelsmann bestätigt. Es gehe um eine "mögliche Kombination" von EMI und der Bertelsmann-Tochter BMG (Bertelsmann Music Group), nicht aber um ein Übernahmeangebot von Bertelsmann für EMI. "Einzelheiten sind bisher nicht besprochen worden, und es gibt keine Sicherheit, dass es tatsächlich zu einer Transaktion kommen wird", teilte EMI am Freitag in London mit. Die Initiative sei von Bertelsmann ausgegangen. Die EMI-Aktie schoss am Freitag an der Londoner Börse um mehr als zehn Prozent in die Höhe.

Bereits im Oktober hatte es nach der geplatzten Fusion von EMI und Time Warner Spekulationen über eine mögliche Fusion von BMG mit EMI gegeben. Der umfangreiche EMI-Rechtekatalog würde BMG um eine wertvolle Palette klassischer Rock-Musik ergänzen, hieß es. Nach einem Bericht der "Financial Times" vom Donnerstag hat Bertelsmann bereits bei der EU angefragt, ob eine Verbindung mit EMI den Segen der Wettbewerbshüter bekommen würde. Die Fusion von EMI und Time Warner war abgeblasen worden, weil die beiden Unternehmen damit rechneten, dass die Allianz in Brüssel nicht genehmigt werden würde.

Bertelsmann-Chef Thomas Middelhoff hat sich zum Ziel gesetzt, noch in diesem Jahr Nummer eins im Musikgeschäft zu werden. BMG ist einer der fünf großen Konzerne, die den internationalen Musikmarkt beherrschen. Weltmarktführer ist Universal Musik mit einem Marktanteil von 21,2 %. Das Unternehmen gehört zum Mischkonzern Seagram. Auf Platz zwei rangiert Sony Music (17,7), gefolgt von der EMI Group (13,2). Platz vier belegt die Bertelsmann Music Group (BMG) mit 12,5 %. Platz fünf nimmt Warner Music (11,1) ein.

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