Emission mehrfach überzeichnet
Dr. Hönle-Aktie notiert vorbörslich bei über 16 Euro

Die Zeichnungsfrist für die Aktien der an den Neuen Markt strebenden Dr. Hönle AG ist am Freitagvormittag auf Grund des hohen Interesses von Investoren vorzeitig beendet worden. Die Emission sei mehrfach überzeichnet, teilte das Unternehmen zusammen mit den Konsortialbanken M.M. Warburg und Bayerische Landesbank inMünchen mit.

Reuters MÜNCHEN. Ursprünglich war die Zeichnungsfrist vom 17. bis zum 22. Januar geplant gewesen. Im vorbörslichen Handel wurden bei niedrigen Umsätzen in der Spitze 16,50 Euro für das Papier gezahlt, sagte Norbert Empting, Händler bei der auf den vorbörslichen Handel mit Neuemissionen spezialisierten Börsenmakler Schnigge AG, der Nachrichtenagentur Reuters. Vor allem private Anleger zeigten großes Interesse an der Aktie. Die Preisspanne war auf neun bis zwölf Euro festgelegt worden.

Die auf UV-Technik spezialisierte Dr. Hönle AG ist das erste Unternehmen, das in diesem Jahr den Gang an den Neuen Markt wagt. Der Emissionspreis soll am 23. Januar bekannt gegeben werden und die Erstnotiz an den Neuen Markt der Frankfurter Wertpapierbörse am darauffolgenden Tag erfolgen. Angesichts der hohen Nachfrage privater und institutioneller Anleger hätten sich die begleitenden Banken entschlossen, die Zeichnungsfrist zu verkürzen, hieß es.

"Der Emissionspreis könnte sicherlich am oberen Rand der Bookbuildingspanne bei zwölf Euro festgesetzt werde, das läßt die Nachfrage zu", sagte Empting. Dennoch rät er den Konsortialbanken beim Ausgabepreis aus "optischen Gründen" einen halben Euro unterhalb der oberen Spanne zu bleiben, um ein bisschen Spielraum für Zeichner zu lassen. Die bisher geringen Umsätze von 10 000 Stück am Freitag und die Tatsache, dass verschiedenste Banken, darunter Volks- und Raiffeisenbanken das Papier kauften, ließen darauf schließen, dass vorwiegend private Anleger die Aktie nachfragten. Die Aktie sei am Freitag mit 15,50 Euro in den vorbörslichen Handel gestartet. Am späten Mittag notierte sie bei 16,70 Euro.

Das 1976 gegründete Unternehmen bringt früheren Angaben zufolge 1,6 Mill. Aktien aus einer Kapitalerhöhung sowie 200 000 Papiere aus Altaktionärsbesitz an die Börse. Weitere 200 000 Aktien aus Alteigentümerbesitz sind für eine Mehrzuteilungsoption vorgesehen. Dr. Hönle will den Mittelzufluss von 14,4 bis 19,2 Mill. Euro vor allem für Akquisitionen verwenden. 30 % des Erlöses sind für die Finanzierung des organischen Wachstums vorgehen. Der Streubesitz beläuft sich bei vollständiger Platzierung der Reserve auf 38 %, das Grundkapital der Gesellschaft beträgt nach Börsengang 5,24 Mill. Aktien. Management und Altaktionäre haben sich zu einer Haltefrist von zwölf Monaten verpflichtet.

Dr. Hönle ist nach eigenen Angaben einer der weltweit führenden Anbieter von UV-Technologien. Den Löwenanteil des Umsatzes von 80 % erwirtschaftet das Unternehmen mit UV-Bestrahlungsgeräten für die Kleb- und Kunststoffhärtung sowie die Farb- und Lacktrocknung. Für das laufenden Geschäftsjahr 2000/2001 (zum 30. September) erwartet das Unternehmen einen Umsatz von 35 Mill. DM bei einem Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) von 8,5 Mill. DM. Die konsortialführende Bayerische Landesbank erwartet ein Ergebnis je Aktie von 0,53 Euro, das bis zum folgenden Geschäftsjahr auf 1,16 Euro steigen soll.

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