Emissionskurs von SES 21 soll zwischen neun und zehn Euro liegen
Solarfirma will 900 000 Aktien platzieren

Das vor dem Börsengang stehende Solarsystemhaus SES 21 AG, Weilheim, hat jetzt erstmals seinen Kapitalbedarf genannt. Firmengründer Wolfgang Dollinger hofft, mit dem Börsengang acht bis zehn Mill. Euro einzunehmen. Bis zu 900 000 Aktien sollen an den Kapitalmarkt gebracht werden.

mwb MÜNCHEN. Demnach dürfte der Emissionskurs zwischen neun und zehn Euro liegen. Durch den Börsengang verwässert sich der Anteil der beiden Firmengründer auf jeweils rund 36 % der Aktien. Die Zeichnungsfrist soll vom 25. Juni bis zum 8. Juli laufen. Die Erstnotiz ist für den 11. Juli im Geregelten Markt in München und Frankfurt geplant.

Durch die schwache Börsensituation will Dollinger sich nicht vom Going Public abbringen lassen. "Wir haben bereits im vergangenen Jahr auf ein Drittel Umsatz verzichtet, weil uns die finanziellen Möglichkeiten fehlten", sagte der SES-Chef. Kredite der Banken würden wegen fehlender Sicherheiten nicht gegeben.

SES baut selbst keine Solaranlagen, sondern kauft sie bei Herstellern wie Siemens/Shell oder Sharp. Das Unternehmen konzipiert aber Solarsysteme zur Energieerzeugung. Abnehmer sind zunächst Handwerker, die vom Unternehmen geschult werden und die Anlagen beim Endkunden aufbauen. Mit dem Geld aus dem Börsengang soll der Vertrieb außerhalb Bayerns aufgebaut werden. Akquisitionen sind nicht geplant.

Das 1999 gegründete Unternehmen verfünffachte im vergangenen Jahr seinen Umsatz auf 12,1 Mill. Euro und steigerte das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) auf 0,6 Mill. Euro. In diesem Jahr soll sich der Umsatz verdoppeln und das Ebit verdreifachen. Nach den ersten vier Monaten liege SES um über 10 % über den Planungen, sagte der Firmenchef. Größtes Risiko könnten nach einer Studie von der auf alternative Energien spezialisierten Beratungsfirma Murphy & Spitz die Änderung der gesetzlichen Förderung von Solaranlagen oder der Einspeisungsvergütung sein.

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