Emnid-Studie sieht Wachstumspotenzial für Werbeartikel: Werbegeschenke boomen trotz Werbeflaute

Emnid-Studie sieht Wachstumspotenzial für Werbeartikel
Werbegeschenke boomen trotz Werbeflaute

Der Markt für Werbeartikel, wie Gratis-Kugelschreiber oder Schlüsselanhänger, bietet der zuletzt stark gebeutelten Werbebranche noch Wachstumspotenziale. Zu diesem Ergebnis kommt eine TNS Emnid-Studie, die gestern auf der internationalen Fachmesse für Werbeartikel in Düsseldorf, PSI, vorgestellt wurde. Demnach glauben 61 % der deutschen Werbeartikelhersteller und-händler, dass der Gesamtumsatz der Branche in den nächsten Jahren weiter steigen wird.

kie DÜSSELDORF. "Individuelle Sonderanfertigungen wie beispielsweise Firmenlogos aus Schokolade werden künftig besonders gefragt sein", sagt Fritz Kilzer, Leiter der Kundenforschung des Marktforschungsinstituts. TNS Emnid befragte hierzu europaweit 1500 Produzenten, Händler und Anwender von Werbeartikeln.

"Gerade in Zeiten wirtschaftlicher Krisen suchen Unternehmen nach Möglichkeiten, den persönlichen Kontakt zu ihren bestehenden Kunden zu halten und Geschäftsbeziehungen aufzubauen", meint Urs Ingold, Geschäftsführer des PSI-Messeveranstalters Reed Exhibitions Deutschland.

Während viele Unternehmen die Investitionen in klassische Werbung wie Fernsehspots oder Anzeigen vergangenes Jahr reduzierten, erlebte der Markt für Werbeartikel einen starken Auftrieb. Etwa 3,2 Mrd. Euro investierte die werbetreibende Wirtschaft in Deutschland 2001, berichtet der Bundesverband der Werbemittel-Berater und Großhändler. Da nach Angaben des Zentralverbandes der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) vergangenes Jahr insgesamt rund 30 Mrd. Euro für Werbung ausgegeben wurden, floss fast jeder zehnte Euro in die für Kunden kostenlosen Beigaben. In den vergangenen Jahren ist die Branche im Schnitt jährlich um rund 3 % gewachsen. Für 2001 rechnet sie mit einem Wachstum von etwa 4 %, weitaus mehr als die erwarteten 1 % der gesamten Werbebranche.

Vom Fall des Rabattgesetzes und der Zugabeverordnung im August vergangenen Jahres erhofft sich der Markt neue Impulse. Die Studie, die Emnid im Herbst 2001 abgeschlossen hat, nennt allerdings noch keine Auswirkungen.

Neue Geschenkideen brachte vor allem die Euro-Einführung. Zudem änderten sich zum Jahreswechsel die steuerrechtlichen Rahmenbedingungen zu Gunsten der Werbeartikel-Hersteller. Denn die fiskalische Bemessungsgrenze für betriebliche Werbeaufwendungen beim Einkommensteuergesetz hat der Gesetzgeber 2002 angehoben. Konnten bislang nur 75 DM geltend gemacht werden, sind ab Januar bis zu 40 Euro pro Empfänger jährlich absetzbar.

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