Emnid-Umfrage
Jeder zweite befürchtet Verwässerung der Reformen

Viele Bürger sind skeptisch, dass nach der Bundestagswahl tatsächlich tief greifende Reformen in Deutschland verwirklicht werden.

HB/dpa BERLIN. In einer am Freitag veröffentlichten Emnid-Umfrage für den Nachrichtensender n-tv schloss sich etwa jeder zweite Befragte (52 Prozent) der Meinung an, nach dem Wahlsieg von Rot-Grün würden "die notwendigen Reformen schnell wieder verwässert". Etwas weniger als die Hälfte (45 Prozent) war dagegen überzeugt, dass Rot- Grün "die notwendigen Reformen jetzt einleiten wird".

Zur Glaubwürdigkeit der Wahlversprechen von SPD und Grünen äußerten sich fast zwei Drittel (62 Prozent) negativ: Sie glauben, dass "die neue rot-grüne Bundesregierung im Wahlkampf vieles versprochen hat, was sie nicht halten kann". Nur knapp über ein Drittel (36 Prozent) zeigt sich optimistisch, dass die Koalition "die im Wahlkampf gemachten Versprechen auch in die Tat umsetzen kann".

Die Reform des Arbeitsmarktes nennen 62 Prozent in einer Umfrage des Bonner dimap-Institutes für MDR-Aktuell als wichtigstes Projekt. Mit großem Abstand werden eine Reform der Steuerpolitik (11 Prozent) und eine Reform des Bildungswesens (9 Prozent) als dringend angesehen.

Nur knapp ein Viertel aller Deutschen (24 Prozent) rechnet laut Emnid nach dem Wahlsieg von Rot-Grün "eher mit einer Belebung der Wirtschaft in Deutschland". Umgekehrt erwartet knapp ein Drittel der Befragten (32 Prozent) "eher eine Verschärfung der gegenwärtigen wirtschaftlichen Krise in Deutschland". Für alle übrigen (43 Prozent) wird der Wahlausgang keinen Einfluss auf die Wirtschaftsentwicklung haben.

Emnid befragte vom 19. bis 24. September - je nach Thema - 500 bis 1000 Bürger. Auf die Fragen von dimap antworteten in dieser Woche 550 Deutsche.

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