Emnid-Umfrage
Manager sollen bei Misserfolg zur Kasse gebeten werden

Spitzen-Manager, die ihrem Unternehmen durch Fehlentscheidungen schaden, sollten nach Meinung der Deutschen die Konsequenzen ihres Fehlverhaltens tragen.

Reuters BIELEFELD. Rund 94 Prozent von insgesamt 1005 befragten Frauen und Männer fordern, "gewissenlose Top-Manager" für ihr Verhalten persönlich zur Verantwortung zu ziehen, teilte das Meinungsforschungsinstitut Emnid am Dienstag mit.

Für eine geeignete Strafe hält demnach ein Drittel der Befragten (31 Prozent) die Haftung mit Privatvermögen. 23 Prozent der Deutschen fordern die Androhung einer strafrechtlichen Verfolgung, während 22 Prozent die Durchsetzung finanzieller Konsequenzen - beispielsweise die Rückzahlung von Prämien - für angemessen halten. Eine fristlose Entlassung ohne Abfindung können sich rund ein Fünftel der Befragten (18 Prozent) als Druckmittel vorstellen.

Vor dem Hintergrund massiver Gehaltserhöhungen bei der Deutschen Telekom hatten sich in jüngster Zeit Anleger und Politiker kritisch zu Unternehmens-Vorständen geäußert. "Wenn ein Vorstand am Unternehmenserfolg beteiligt wird, dann ist das in Ordnung", sagte jüngst CDU-Präsidiumsmitglied Peter Rauen. "Bloß dann muss man auch erwarten, dass sie bei Misserfolg zur Kasse gebeten werden."

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