Emotionen im Griff
Judith Arndt im Einzelzeitfahren chancenlos

Der Silbermedaille im Straßenradrennen ist nicht das erhoffte zweite Edelmetall gefolgt: Im Rennen gegen die Uhr landete die Judith Arndt am Mittwoch mit deutlichem Abstand auf Olympiasiegerin Leontien van Moorsel aus den Niederlanden auf Platz elf.

HB ATHEN. Nach Silber im Straßenrennen kam die 28-jährige WM-Zweite aus Leipzig beim 24 km langen Zeitfahren in Vouliagmeni nach 32:46 Minuten ins Ziel. Mehr als eineinhalb Minuten schneller war die 34-jährige Titelverteidigerin, die im Straßenrennen noch schwer gestürzt war. Die dreifache Olympiasiegerin von Sydney benötigte 31:11 Minuten und verwies Deirdre Demet-Moore (USA/31:35) und die Schweizerin Katrin Thürig (31:54) auf die Medaillenränge. Der 45-jährigen Jeannie Longo (Frankreich/33:05) blieb bei ihrem sechsten Olympia-Start nur Rang 14. Die zweite deutsche Starterin, Trixi Worrack aus Cottbus, wurde 15.

Anders als am vergangenen Sonntag beherrschte Arndt ihre Emotionen im Glutofen von Vouliagmeni. Als Zweite war sie vor drei Tagen mit gestrecktem Mittelfinger über die Ziellinie gerollt, um gegen die Verband-Entscheidung der Nicht-Nominierung ihrer Lebenspartnerin Petra Roßner zu protestieren. Am Mittwoch schluckte die Weltranglisten-Zweite, die nach ihrer Sonntags-Demo auch Kritik vom NOK einstecken musste und vom Weltverband UCI mit 200 Schweizer Franken bestraft wurde, ihren Ärger über die verpasste Chance zunächst herunter.

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