Empfang am Römer
50 000 Fans feiern die deutsche Nationalelf

Weltmeisterlicher Empfang für den Vize-Weltmeister: Ein schwarz-rot-goldenes Fahnenmeer feierte die Nationalmannschaft in Frankfurt begeistert.



cra/dpa FRANKFURT/MAIN. Bei ihrer Rückkehr von der Fußball-Weltmeisterschaft in Japan und Südkorea wurde die DFB-Auswahl mit einem riesigen Fahnenmeer und Jubelgesängen am Frankfurter Rathaus Römer empfangen. Unter tosendem Jubel betrat Torwart Oliver Kahn als erster den Rathausbalkon und wurde mit ohrenbetäubenden Schreien begrüßt. Die Spieler um Teamchef Rudi Völler bedankten sich und warfen Blumensträuße in die Menge. Sichtlich gerührt winkte das DFB-Team den Menschen zu und schunkelte zu den Klängen von "We are the champions" und "Es gibt nur ein Rudi Völler".

Ein bewegter Oliver Kahn sagte zu den Fans: "Das ist Wahnsinn. Ihr habt uns getragen durch das Turnier. Ich bin stolz, dass ich Kapitän dieser Nationalmannschaft sein durfte". Rudi Völler meinte mit Blick auf die Menschenmassen und den Jubel: "Was wäre eigentlich gewesen, wenn wir gestern gewonnen hätten und Fußball-Weltmeister geworden wären?" Begeisterung pur bei den Fans: "Das ist das schönste, was ich je erlebt habe. Es ist noch besser als beim EM-Titel 1996, weil wir nicht so viel erwartet haben", sagte eine jubelnde Frankfurterin. Schon am Frankfurter Flughafen hatten zahlreiche Fans die Mannschaft von Völler begeistert begrüßt, als sie um 16.39 Uhr gelandet war. "Es ist sensationell, was hier los ist", sagte der fünffache WM-Torschütze Miroslav Klose. "Das ist der absolute Wahnsinn, was hier abgeht", meinte Carsten Ramelow.

Der verpasste WM-Titel hatte die deutsche Fußball-Nationalelf schon in Japan nicht vom Feiern abgehalten: Die Mannschaft habe "wunderbar gefeiert", sagte DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder nach der Rückkehr des Teams. Die Stimmung in der vergangenen Nacht sei sehr gut gewesen. Der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) lobte die Mannschaft für ihr Abschneiden bei dem Turnier in Südkorea und Japan und betonte ihre guten Zukunftsaussichten. "Die jungen Spieler haben sich trefflich geschlagen". Die Aussichten für die WM 2006 im eigenen Land seien gut. Zu Team-Chef Rudi Völler habe er nach der Final- Niederlage gegen Brasilien gesagt: "Sei froh, dass wir noch nicht Weltmeister geworden sind, jetzt kannst du das toppen".

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