Empfang und Senden von Emails möglich
Samsung entdeckt die Geschäftskunden

Der südkoreanische Technologiekonzern Samsung bringt erstmals in Europa ein Handy für Geschäftsleute auf den Markt. "Wir expandieren vorsichtig in den Business-Markt", sagte Samsung-Manager Chang Soo Choi dem Handelsblatt.

HB LONDON. Er ist bei dem Konzern verantwortlich für Vertrieb und Marketing in der Mobilfunksparte. Das SGH-D500, das Samsung am Dienstagabend in London präsentierte, kann Emails empfangen und ermöglicht dank eines Speichers von 80 Megabyte auch deren Bearbeitung. Es kann zudem Gespräche bis zu einer Stunde Dauer aufzeichnen.

Die Fähigkeit, Emails zu empfangen und zu bearbeiten, ist derzeit die wohl wichtigste Zusatzfunktion eines Handys für Geschäftskunden. Hier schlummert großes Potenzial: Die Hälfte der 2 000 größten Konzerne der Welt will in drei bis vier Jahren mobile Datendienste einsetzen, viele schon früher, ergab eine Umfrage der Marktforscher der Meta- Group.

Samsung - bisher vor allem für modische Multimedia-Handys bekannt - will diesen Zukunftsmarkt nicht allein der Konkurrenz überlassen. Der Konzern ist nach einer harten Sanierung derzeit der wohl erfolgreichste Handyhersteller - und einer der wachstumsstärksten Konzerne in Asien. Im ersten Halbjahr 2004 setzte das koreanische Unternehmen, das unter anderem TV-Geräte, Computer und Digitalkameras herstellt, 29,39 Bill. koreanische Won (20,75 Mrd. Euro) um und machte 6,27 Bill. Won Gewinn; für 2004 rechnet Konzernchef Jong-Yong Yun mit einem Rekorderlös von 46,34 Bill. Won (2003: 43,58 Bill. Won).

Während Mobilfunk-Marktführer Nokia sechs schwere Monate mit sinkenden Marktanteilen hinter sich hat, konnte Samsung im zweiten Quartal 2004 mit 12,1 Prozent (Vorjahr: 10,2 Prozent) näher zum Zweitplatzierten Motorola aufrücken, der auf 15,8 (14,5) Prozent kommt. Von der Jagd nach Marktanteilen will Choi allerdings nichts wissen: "Wir schauen nicht auf Platzierungen." Für ihn müssen die Margen stimmen. Immerhin kann Samsung in der Handysparte eine Gewinnspanne von 26 Prozent vorweisen - der deutsche Konkurrent Siemens kommt gerade auf rund ein Prozent.

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