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M.M.Warburg empfiehlt Mobilcom erneut zum Kauf

Die Analysten erwarten einen Kurs von 107 Euro. Derzeit sei die Kursentwicklung maßlos untertrieben.

dpa-afx HAMBURG. Die Privatbank M.M.Warburg hat die Aktien der Mobilcom AG nach wie vor zum "Kauf" empfohlen. Wie die Analysten in Hamburg mitteilten, erwarten sie künftig einen Kurs von 107 Euro; derzeit sei die Kursentwicklung "maßlos negativ übertrieben".

Mit Ericsson habe das Unternehmen "den Weltmarktführer" für die UMTS-Technik als Partner gewählt. Mit einem Auftragsvolumen für den neuen Mobilfunk-Standard von 1,6 Mrd. Euro bis zum Jahr 2003 bleibe Mobilcom nach eigenen Angaben um rund 30 % unter dem für die ersten Jahre geplanten Budget. Der Vertrag zwischen den beiden Unternehmen sei "der erste seiner Art" auf dem deutschen Markt, teilten die Analysten mit. Dadurch habe sich Mobilcom schon bei der Vertragsvergabe einen Zeitvorsprung sichern können.

Im Rahmen des Aufbaus der UMTS-Infrastruktur schafften die Büdelsdorfer rund 1 500 neue Arbeitsplätze. Dabei seien allerdings vor allem Telekommunikationsingenieure gefragt, um die gegenwärtig "ein harter Wettbewerb" auf dem Arbeitsmarkt herrsche. Die Analysten befürchten daher Verzögerungen beim Netzaufbau, wenn das Unternehmen nicht rechtzeitig einen "ausreichenden Mitarbeiterstamm" gewinnen könne.

Mobilcom setzt der Konkurrenz Maßstäbe

Mobilcom hat Ericsson verpflichtet, den Netzbetrieb ab Mitte 2002 zu gewährleisten und hat damit für die Konkurrenz eine "Benchmark" gesetzt. Diese sollte "zeitlich kaum zu unterbieten sein", so die Experten von M.M. Warburg. Der "Rollout" verlaufe schneller als im Businessplan vorgesehen.

Die Analysten rechnen mit einem Umsatz von 2,225 Mrd. Euro für das laufende Geschäftsjahr und mit 3,326 Mrd. Euro für 2001, nachdem der Konzern "alle Vetriebskraft" auf den Mobilfunk konzentriere. Zur Zeit gewinne Mobilcom "permanent" Marktanteile. Im Neukundengeschäft sei nach Schätzung der Analysten die Marke von 10 % "bereits deutlich überschritten". Damit habe der Telekom-Dienstleister die Chance, mit einem Marktanteil von über 10% ins UMTS-Geschäft zu starten.

Auch Mobilcom müsse Endgeräte subventionieren, um im Wettbewerb bestehen zu können. Das schlage sich auf den Materialaufwand nieder. Die Analysten gehen davon aus, dass in diesem Jahr die Materialaufwandsquote über 80 % liegen werde. Durch den UMTS-Netzaufbau und weitere Maßnahmen zur Kundengewinnung sei hier eine Entspannung "keineswegs in Sicht". Im Personalaufwand spiegele sich der Einkauf von Nachrichtentechnikern und Ingenieuren wider. Dieser Trend werde sich bis 2002 und darüber hinaus verstärken.

Nach Meinung der Analysten seien die Konditionen des Vertrages mit Ericsson "sehr gut". Aus Sicht der Experten könne Mobilcom den Breakeven im Nettoergebnis schon im Jahr 2006 erreichen, statt wie bisher angenommen im Jahr 2007.

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