EnBW führt Powerline-Versuch mit Ascom weiter
Siemens zieht sich aus Powerline-Projekt zurück

Die Siemens AG, München, zieht sich mit sofortiger Wirkung aus dem so genannten Powerline-Projekt zur Telefon- und Internet-Nutzung über das Stromnetz zurück.

ddp/vwd MÜNCHEN/KARLSRUHE. Damit bestätigte das Unternehmen am Montagabend eine Mitteilung des Projektpartners EnBW. Solange die gesetzlichen Rahmenbedingungen in Deutschland und Europa für dieses Projekt nicht geklärt seien, werde Siemens seine Ressourcen auf andere Bereiche wie Internetkonvergenz oder Breitbandtechnologie konzentrieren, sagte ein Unternehmenssprecher am Montag auf Anfrage. So seien grundsätzliche Fragen wie voraussichtliche Kosten, Monopolvorschriften oder der mögliche Umfang von Dienstleistungen über das Stromnetz bislang noch völlig offen.

Siemens rechnet dem Sprecher zufolge mit einem deutlich verzögerten Markteintritt. Allerdings werde der Technologiekonzern die Entwicklung in dem Bereich weiter beobachten und nach der Klärung der regulatorischen Rahmenbedingungen prüfen, ob die Powerline-Aktivitäten wieder aufgenommen werden.

Der Energieversorger EnBW, Karlsruhe, hatte am Nachmittag betont, das Powerline-Projekt im Sommer 2001 mit 7 500 Stromkunden in Ellwangen zu starten. Die Nutzer sollen mit Geräten des Schweizer Unternehmens Ascom ausgestattet werden. Ascom habe umfangreiche Erfahrungen mit der Technologie und erfülle die technischen Anforderungen der EnBW. Die Zusammenarbeit mit Siemens auf anderen Gebieten werde fortgesetzt, hieß es.

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