EnBW plant bis Mitte Mai drei Transporte vom Kernkraftwerk Phillippsburg
Drei Atomtransporte nach La Hague geplant

dpa-afx BADEN-BADEN. Die Energie Baden-Württemberg (EnBW) plant für den Zeitraum von Anfang April bis Mitte Mai drei Atomtransporte vom Kernkraftwerk Philippsburg zur französischen Wiederaufarbeitungsanlage La Hague. Dies berichtet das "Badische Tagblatt" (Samstagausgabe). Bis zum Beginn der turnusmäßigen Jahresrevision in Block I in gut drei Monaten müssen nach Angaben von EnBW-Sprecher Stephan Gabard rund 80 abgebrannte Brennelemente entsorgt werden. Die eigenen Lagerkapazitäten seien erschöpft.

Ein Transport sei bereits genehmigt, zwei weitere beim Bundesamt für Strahlenschutz in Salzgitter beantragt. "Weitere Transporte müssen im Laufe des Jahres folgen", sagte Gabard dem Blatt. Atomkraftgegner kündigten unterdessen massiven Widerstand gegen diese Transporte an.

Am Kraftwerk Philippsburg steht bereits seit Oktober 2000 ein Atom-Behälter zum Abtransport nach La Hague bereit. Ursprünglich sollte im Oktober in Philippsburg (Kreis Karlsruhe) der erste Atommüll-Transport seit Erlass des Transportstopps vor zwei Jahren starten. Frankreich wollte jedoch keinen deutschen Atommüll mehr aufnehmen, solange nicht der Rücktransport des Restmülls aus der Wiederaufarbeitungsanlage nach Deutschland gesichert ist. Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und Frankreichs Premierminister Lionel Jospin legten den Atommüllstreit Ende Januar in Straßburg bei und machten so den Weg für neue Transporte in beide Richtungen wieder frei.

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