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ENBW veröffentlicht Gehälter von Vorstand und Aufsichtsrat

Die Gehälter der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der Energie Baden-Württemberg AG (ENBW) werden im Geschäftsbericht 2004 erstmals individualisiert ausgewiesen. Wie der Energieversorger am Dienstag in Karlsruhe mitteilte, haben dies Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen.

dpa-afx KARLSRUHE. Die Gehälter der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der Energie Baden-Württemberg AG (ENBW) werden im Geschäftsbericht 2004 erstmals individualisiert ausgewiesen. Wie der Energieversorger am Dienstag in Karlsruhe mitteilte, haben dies Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen. Durch die Veröffentlichung der fixen und variablen Bestandteile der Managervergütungen könnten Aktionäre, Mitarbeiter und Öffentlichkeit die Angemessenheit der Vergütung selbst beurteilen und nachvollziehen.

"Transparenz, Glaubwürdigkeit und Vertrauen in die Unternehmensführung sind wesentliche Elemente des Selbstverständnisses der ENBW", erklärte Vorstandschef Utz Claassen. Diese Werte seien auch Grundlage des Deutschen Corporate Governance Kodex, dessen sämtliche Empfehlungen das Unternehmen künftig erfülle.

Im Zusammenhang mit der Gehaltsaffäre von CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer hatte die ENBW auch im eigenen Unternehmen geprüft, ob es Gehaltszahlungen an Politiker gab. Nach Angaben vom Vortag hat man aber keine ähnlichen Vertragsverhältnisse gefunden.

Der CDU-Generalsekretär hatte in einer Erklärung angegeben, vom RWE-Konzern im Zusammenhang mit einer Abfindungsvereinbarung in den Jahren 1999 und ein Jahr später im Juli 2000 insgesamt 250 000 Mark (127 822 Euro) erhalten zu haben. Die Zahlungen lägen vor seinem Amtsantritt als Generalsekretär im November 2000. Meyer kündigte an, den größten Teil des Betrags - 81 806 Euro - an die SOS-Kinderdörfer zu spenden.

Der Essener Stromkonzern RWE wies indes einen Bericht der "Financial Times Deutschland" zurück, wonach rund 40 Politiker Gehalt von dem Unternehmen bezogen haben sollen. Nach RWE-Angaben gibt es nur "zwei ruhende Arbeitsverhältnisse", die "von den Herren Arentz und Meyer". Der CDU-Politiker Hermann-Josef Arentz hatte Gehalt von RWE bezogen, ohne eine Arbeitsleistung zu erbringen. Arentz war schließlich von allen Ämtern zurückgetreten.

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