"Ende der Großzügigkeit"
Bundesliga kündigt Sparwelle an

Die verhätschelten Bundesligaprofis müssen künftig Abstriche machen. Bei den Clubs sollen aufgrund der geringeren Fernsehgelder die Gehälter reduziert werden.

HB DÜSSELDORF. Mit Einsparmaßnahmen wollen die 18 Clubs der Fußball-Bundesliga auf die verminderten Einnahmen aus dem neuen Fernseh-Vertrag reagieren. "Die Zeit der Großzügigkeit ist zu Ende", sagte der Vorsitzende des 1. FC Kaiserslautern, Jürgen Friedrich. Der ehemalige Profi von Eintracht Frankfurt und des 1. FC Kaiserslautern will versuchen, "quer durch den Verein" Kosten zu reduzieren. Dies beträfe vor allem die Prämien und "den Luxus bei Auswärtsreisen".

Auch bei Meister Borussia Dortmund sind nach "Kicker"- Informationen "in allen Kostenbereichen" Einsparungen vorgesehen. Wie BVB-Manager Michael Meier ausführte, sollen dabei "fünf und sechs Millionen Euro" pro Jahr erzielt werden. Der Club will die veränderte Situation mit seinen Profis besprechen und denkt dabei, wie das Management von Borussia Mönchengladbach, offenbar auch an Gehaltskürzungen. Lediglich beim Champions-League-Finalisten Bayer Leverkusen sei die wirtschaftliche Situation so gut, dass keine Einsparungen geplant seien, berichtete die Zeitung.

Arminia Bielefeld reagierte trotz erwarteter TV-Mehreinnahmen nach dem Aufstieg in die 1. Liga mit einer so genannten Öffnungsklausel auf die Spar-Situation. Durch den Passus in den Spielerverträgen kann der Verein auf sich verändernde wirtschaftliche Bedingungen reagieren und gegebenenfalls Gehälter kürzen. Finanz-Geschäftsführer Roland Kentsch sagte der dpa, bei allen neuen Verträgen käme diese Klausel zum Tragen. "Der Spieler, der diese Klausel nicht akzeptiert, wird von uns nicht verpflichtet", äußerte Kentsch. In seiner Transferbilanz kommt der "Kicker" auf 33 Millionen Euro weniger, die von den 18 Erstligisten vor der Saison 2002/2003 im Vergleich mit der Spielzeit 2001/2002 für Neuverpflichtungen investiert wurden.

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