Ende der Zurückhaltung
Arsenal will größter Verein der Welt werden

Bei Arsenal London ist die Zeit der Bescheidenheit vorbei: "Wir wollen der größte Verein der Welt werden."

dpa HAMBURG. Der meist zurückhaltende Trainer Arsène Wenger formulierte vor der vorentscheidenden Zwischenrunden-Partie der Champions League gegen Deportivo La Coruña große Ziele für den Tabellenführer der "Leverkusen-Gruppe" D: "Wir wollen der größte Verein der Welt werden." Das Gerüst dazu sei vorhanden, meinte der Elsässer. "Wenn man sich das Potenzial von Arsenal betrachtet, vor allem mit dem neuen Stadion, kann man nicht sagen, dass man sich mit dem Status als zweitbester Verein der Welt begnügt".

Das Hinspiel gewann Deportivo mit 2:0 gegen die "Gunners" und wäre mit einem erneuten Erfolg für das Viertelfinale qualifiziert. Allerdings hat La Coruña schlechte Erinnerungen an London. Vor zwei Jahren kamen die Galizier bei Arsenal mit 1:5 unter die Räder und fühlten sich "verpfiffen". "Wir müssen einfach davon ausgehen, dass wir bei Gastspielen in England vom Schiedsrichter benachteiligt werden", wetterte Trainer Javier Irureta, der beim mageren 1:1 gegen Rayo Vallecano am Samstag Stammspieler wie Naybet, Valerón, Tristán und Romero geschont hatte.

Bei Real Madrid sorgt vor dem Dienstag-Spiel gegen Sparta Prag nicht der Fußball, sondern ein Krach hinter den Kulissen für Schlagzeilen. Der Brasilianer Roberto Carlos verblüffte mit einer überraschenden Erklärung für seine anhaltende Formschwäche: "Ich habe ein persönliches Problem. Mein Manager erpresst mich." Das Sportblatt "Marca" berichtete, der Fußballer wolle sich von Oliveira Junior trennen, dieser verlange aber eine Entschädigung von 60 Millionen Euro.

Nach Angaben des Blattes hatte der Manager mit Carlos einen Beratervertrag auf Lebenszeit abgeschlossen als dieser 17 Jahre alt war. Carlos soll finanziell so sehr an der kurzen Leine gehalten worden sein, dass er über seine Millionen nicht frei verfügen konnte und sogar beim Abheben von Geld oft seinen Manager um Erlaubnis fragen musste.

Trotzdem will der Tabellenführer der Gruppe C auch mit einer "B- Elf" gegen Prag gewinnen. "Wir sind zwar weiter, aber wir wollen dennoch einen Sieg", sagte Trainer Vicente Del Bosque, der Zidane, Roberto Carlos, Makelele, Hierro und Raul für das Ligaspiel gegen Erzrivalen FC Barcelona am Samstag schont. Zudem fällt Figo aus.

Neben Real kann sich Panathinaikos Athen für das Viertelfinale qualifizieren. Dazu brauchen die Griechen beim Tabellenletzten FC Porto lediglich einen Punkt. Nach zwei Siegen über Prag sowie einem 0:0 gegen Porto haben die Hellenen vier Punkte Vorsprung auf Sparta. "Wir wollen jetzt versuchen, den einen Punkt in Portugal zu holen, um uns dann auf die Meisterschaft zu konzentrieren", sagte der dänische Spieler Rene Henriksen am Montag im griechischen Fernsehen.

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