Ende des Abwärtstrends ist möglich
Euro mit wenig Potenzial

Die jüngsten Konjunktur-Daten aus Amerika gaben dem Dollar Auftrieb, dem Euro entsprechend einen Dämpfer. Auch in den kommenden Wochen muss noch mit Druck auf den Euro gerechnet werden.

Jede Euro-Euphorie ist fehl am Platze. Der Dollar bleibt unter den Devisen-Händlern erste Wahl. So zum Beispiel am Mittwoch-Nachmittag: Die unerwartet guten Zahlen zum Einzelhandels-Umsatz in den USA sorgten für Kursgewinne des Greenback gegenüber dem Euro. Der Umsatz im amerikanischen Einzelhandel ohne Autos war im Januar um 1,2 Prozent gestiegen und verzeichnete damit den stärksten Anstieg seit fast zwei Jahren. Volkswirte hatten mit einem Plus von 0,4 Prozent gerechnet. Binnen Minuten kostete ein Euro im Interbanken-Handel nur noch 0,8710 Dollar nach 0,8770 am Vormittag. Später erholte sich die Euroland-Währung wieder auf 0,8735 US-Dollar.

Weil Amerikas Konjunktur der europäischen vorauseilt, kann auch in den kommenden Wochen und Monaten nicht mit einer Euro-Hausse gerechnet werden. Doch zumindest ein Ende des seit vergangenem September gültigen Abwärtstrends ist technisch gesehen möglich.

Der Euro hat seine seit Anfang 1999 anhaltende Talfahrt in eine breite Seitwärts-Pendelbewegung gewandelt. Binnen mehrerer Monate gehts abwärts, dann relativ schnell wieder aufwärts. Diese Prozedur hat sich in den vergangenen zwei Jahren dreimal wiederholt. Die jeweiligen Amplituden, also die Maximal-Ausschläge nach oben oder unten, verkleinern sich. Der Chart läuft in einen schmaler werdenden Wimpel hinein. Demnach dürfte der Euro in den kommenden Wochen nicht unter 0,8620 fallen und über 0,9050 Dollar steigen.

Gegenwärtig spricht viel dafür, dass die untere Begrenzung demnächst tatsächlich getestet wird. Denn die Kursbewegung im vergangenen Sommer, als der Euro bei etwa 0,85 Dollar notierte, ähnelt der aktuellen. Auch damals schnitten sich die gleitenden Durchschnitte, indem die 90-Tage-Linie von oben kam. Wenige Wochen nach dem Schneiden begann der Euro-Aufschwung.

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