Ende des Prozesses nicht in Sicht
Microsoft-Verfahren: Anhörungen im Februar

Reuters WASHINGTON. Das Berufungsverfahren im Kartellprozess gegen den US-Softwarekonzern Microsoft wird sich bis in die Amtszeit des nächsten Präsidenten hinein ziehen. Das zuständige Berufungsgericht ordnete am Mittwoch an, Microsoft und die Regierung müssten ihre Position schriftlich innerhalb der nächsten vier Monate einreichen. Die letzten schriftlichen Stellungnahmen wurden für den 9. Februar anberaumt, mündliche Anhörungen für den 26. und 27. Februar. Die US-Regierung hatte auf ein Verfahrensende bis Ende des Jahres gedrängt. Der Nachfolger von Präsident Bill Clinton wird im Januar vereidigt; die Wahl ist am 7. November.

Ein US-Gericht hatte im Frühsommer die Aufspaltung Microsofts in zwei Teile verfügt, weil das Unternehmen seine Marktmacht beim Betriebssystem Windows missbraucht habe, um damit den Vertrieb seines Internet-Browsers Explorer zu fördern. Microsoft hat dagegen Berufung eingelegt. Analysten vermuten, dass das Unternehmen das Verfahren in die Länge ziehen will. Dahinter stecke die Hoffnung, dass der ursprüngliche Streitfall bis zu einem endgültigen Urteil durch technologische Entwicklungen in der Computerindustrie irrelevant geworden sei.

Ausgangspunkt für das Berufungsverfahren war eine Kartell-Klage des US-Justizministeriums und von anfangs 20 US-Bundesstaaten gegen die weltweit größte Softwarefirma.

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