Ende für Arthaus Filmverleih
Kinowelt bringt weniger Filme in die Kinos

Der angeschlagene Medienkonzern Kinowelt will künftig weniger Filme in die Kinos bringen. Angesichts der aktuellen Marktentwicklung konzentriere man sich künftig auf die Vermarktung "kommerziell erfolgversprechender Spielfilme", teilte die Kinowelt Medien AG (München) am Freitag mit. Damit reduziere sich die Anzahl der Kinostarts der Gruppe auf voraussichtlich 35 in diesem Jahr.

dpa MÜNCHEN. 2000 seien es noch knapp 60 Starts gewesen. Im Zuge der Neuordnung werde die Geschäftstätigkeit der Arthaus Filmverleih GmbH mit zehn Mitarbeitern eingestellt. Über das Ende des Kunstfilm-Verleihers war bereits in Medienberichten spekuliert worden.

Kinowelt verspricht sich von der Bündelung der Filmverleih-Aktivitäten jährliche Kosteneinsparungen im einstelligen Millionenbereich. Diese würden vor allem ab dem nächsten Jahr wirksam, sagte ein Sprecher.

Ebit voraussichtlich unter Vorjahreswert

Die Kinowelt Medien AG (München) hatte Anfang Mai angesichts tiefroter Zahlen im ersten Quartal die Prognose für das Gesamtjahr gesenkt. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) werde 2001 voraussichtlich unter dem Vorjahreswert liegen. Laut Spekulationen in Münchner Branchenkreisen ist Kinowelt auf der Suche nach einem Investor, der frisches Kapital mitbringt.

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