Endgültige Entscheidung bis Ende der Woche: FCK meldet Fortschritte bei Sanierungskonzept

Endgültige Entscheidung bis Ende der Woche
FCK meldet Fortschritte bei Sanierungskonzept

Bei den verzweifelten Rettungsversuchen des finanziell schwer angeschlagenen Fußball-Bundesligisten 1. FC Kaiserslautern zeichnet sich ein Silberstreif am Horizont ab. Nach der zweiten "Elefantenrunde" von Vertretern des FCK, des Landes Rheinland-Pfalz, der Stadt Kaiserslautern und den Gläubiger-Banken wurden positive Signale vom Betzenberg gesendet.

HB/dpa KAISERSLAUTERN. Bei der bis in die frühen Morgenstunden des Donnerstag dauernden siebenstündigen Krisensitzung über das Sanierungs-Konzept des mit rund 40 Mill. ? verschuldeten Clubs habe es eine "deutliche Annäherung der Positionen" gegeben, hieß es am Donnerstag in einer Pressemitteilung des FCK.

Das vom FCK-Vorstand in Zusammenarbeit mit der Saarbrücker Wirtschaftsprüfungs-Gesellschaft Pricewaterhouse Coopers entwickelte Sanierungs-Modell sieht die Gründung einer Objekt-Gesellschaft vor, die das vereinseigene Fritz-Walter-Stadion erwirbt und zur WM 2006 ausbaut. "Aus unserer Sicht wurde bei diesen sehr konstruktiven Gesprächen ein ganz wesentlicher Fortschritt erzielt", erklärte der FCK-Vorstandsvorsitzende René C. Jäggi. "Sehr positiv überrascht" sei er von dem Entgegenkommen aller Seiten, vor allem durch das Land und die Stadt, meinte der der 54-jährige Schweizer.

Eine endgültige Entscheidung über das Sanierungs-Konzept wird möglicherweise bis zum Ende dieser Woche fallen. Bis dahin - so hieß es in der Presseerklärung - bestehe bei den bisherigen Gläubigern, unabhängig von der Zustimmung durch die Gremien, noch "Abstimmungsbedarf".

Auch der rheinland-pfälzische Finanz-Staatssekretär Ingolf Deubel sprach nach der Mammutsitzung von "deutlichen Fortschritten" bei den Gesprächen über das Sanierungs-Konzept des Traditionsclubs. Nach Informationen des Südwestrundfunks (SWR) sei es aber weiter eine offene Frage, ob die Banken bereit sind, dem 1. FC Kaiserslautern einen Betrag von bis zu 22 Mill. ? zu zahlen. Mit dieser Summe soll der Verein vor einer drohenden Insolvenz bewahrt und die Voraussetzungen zur in Frage stehenden Lizenzierung durch die Deutsche Fußball Liga (DFL) geschaffen werden. Die Zeit drängt, denn bis Mitte März muss der Lizenzierungsantrag gestellt sein.

Bereits vor der zweiten großen Krisensitzung auf dem Betzenberg hatte Kaiserslauterns Oberbürgermeister Bernhard Deubig erneut deutlich gemacht, dass von der Stadt keine weiteren finanziellen Mittel zu erwarten seien. Deubig: "Von der Stadt kann man alles erwarten, bloß kein Geld." Für die Stadt sei es vor allem auch mit Blick auf die WM 2006 eine "riesige Herausforderung". Sie werde alles tun, "was mit Vernunft darstellbar" sei.

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