Endgültige Entscheidung im Mai: Boeing erleidet Rückschlag bei Militärflugzeug

Endgültige Entscheidung im Mai
Boeing erleidet Rückschlag bei Militärflugzeug

Der US-Luftfahrtkonzern Boeing dürfte vor einer weiteren Schlappe gegenüber seinen europäischen Konkurrenten stehen: Die Europäer scheinen sich als Übergangslösung für den militärischen Lufttransport für das russisch-ukrainische Großflugzeug Antonow 124-100 und nicht für Boeings C17 zu entscheiden.

BERLIN. Nach Informationen des Handelsblattes gibt es in der unter deutschem Vorsitz tagenden Nato-Arbeitsgruppe "strategic airlift" eine klare Mehrheit für die Antonow, die als billiger und leistungsfähiger eingeschätzt wird. Ihr einziger Nachteil sei, dass sie längere Start- und Landebahnen als die C17 benötige, hieß es in Kreisen der Nato.

Eine endgültige Entscheidung ist für die Sitzung der Arbeitsgruppe im Mai geplant. Im Juni soll dann eine Absichtserklärung zu einem Vertragsabschluss (letter of intent) unterzeichnet werden. Möglicherweise würden am Ende auch einige wenige C17 Maschinen geleast, um die Unterstützung aller Länder zu erhalten. Das Gros der Transportkapazitäten der europäischen Nato-Staaten soll aber bei dem Antonow-Hersteller gechartert werden. Die Flugzeuge sollen spätestens 2004 zur Verfügung stehen. Für Deutschland könnte dies erhebliche Einsparungen bringen. Denn zur Zeit muss die Bundeswehr für rund 118 000 $ pro Flug Antonows chartern, um Gerät nach Afghanistan zu bringen.

Die US-Konzerne Boeing und Lockheed Martin bieten den Europäern seit längerem ihre Transportflugzeuge an. In Ländern wie Frankreich oder Deutschland wird dieses Angebot aber mit gemischten Gefühlen gesehen. Beide Regierungen unterstützen die Entwicklung des europäischen Militärtransporters A400M, der aber frühestens ab 2008 ausgeliefert werden kann.

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