Endgültige Quartalsergebnisse folgen Ende Oktober
Intershop erwartet für das dritte Quartal einen Verlust

Kosten für eine Werbekampagne in den USA sowie Aufwendungen für Akquisitionen hätten zu den roten Zahlen geführt.

rtr FRANKFURT. Wegen außerordentlicher Belastungen rechnet der Softwarehersteller Intershop Communications AG für das dritte Quartal 2000 bei steigenden Umsätzen mit einem Verlust. Kosten für eine Werbekampagne in den USA von rund sieben Millionen Euro sowie Aufwendungen im Zusammenhang mit der Übernahme von OWIS und Subotnic seien für die Verluste verantwortlich, teilte das am Frankfurter Neuen Markt und an der US-Technologiebörse Nasdaq gelistete Unternehmen am Freitag in Hamburg mit.

Diese Investitionen seien notwendig, "um unsere Marktposition für ein weltweites Wachstum in der Zukunft zu stärken", erklärte Finanzvorstand Wilfried Beeck. Die Intershop-Aktie verlor zu Handelsbeginn über acht Prozent. Der Umsatz werde sich im dritten Quartal voraussichtlich zwischen 34 und 35 Millionen Euro belaufen und damit den vergleichbaren Vorjahresumsatz um rund 200 Prozent übertreffen. Auch der Umsatz im zweiten Quartal von 32,6 Millionen Euro werde übertroffen. Die Lizenzerlöse werden sich laut Intershop voraussichtlich auf 19 bis 19,5 Millionen Euro belaufen.

"Mit dem erwarteten Umsatz hätten wir den Quartalsumsatz zum elften Mal hintereinander gegenüber dem Vorquartal gesteigert", erklärte Beeck. "Traditionell verzeichnen wir im dritten Quartal eine Abschwächung des Lizenzumsatzwachstums, die vor allem auf die allgemeine Saisonalität in der Softwarebranche in Europa zurückzuführen ist". Intershop wirde seine endgültigen Quartalsergebnisse den Angaben zufolge Ende Oktober bekannt gegeben. Die Aktien notierten im frühen Geschäft bei 46,44 Euro, ein Verlust von sieben Prozent.

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