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Endlich regnet es,aber..

Fast kommt man sich in Spanien schon vor wie in Afrika. Nicht nur, weil derzeit Tausende von Menschen aus Gambia, dem Senegal und Mali das Land überfluten, in der Hoffnung, hier das Paradies zu finden.

Fast kommt man sich in Spanien schon vor wie in Afrika. Nicht nur, weil
derzeit Tausende von Menschen aus Gambia, dem Senegal und Mali das Land
überfluten, in der Hoffnung, hier das Paradies zu finden. Sondern auch weil
die Wetterbedingungen sich immer mehr denen auf dem vergessenen schwarzen
Kontinenten anpassen. Seit acht Monaten hat es auf der Iberischen
Halbinselnicht mehr richtig geregnet, das heisst am Stück, eine Stunde lang.
Gestern kam er dann, der Segen von oben. "Es regnet!", "Das riecht gut!",
"Oh, tut das gut!" Überall freuten sich die Menschen in Madrid über das
Nass. Denn bei Temperaturen um die 20 Grad ist Regen tatsächlich angenehm.
Meine dreijährige Tochter hielt beim Autofahren den Kopf aus dem Fenster, um
endlich noch einmal von oben nass zu werden.
Es hätte gestern nur noch gefehlt, dass die Spanier wie afrikanische
Stammesmitglieder vor Freude getrommelt und getanzt hätten. Auch als
Deutsche freute ich mich, braucht man doch auch ab und an mal Wolken, Kälte
und Sauwetter, um dann wieder die spanische Sonne und ihre magisches Licht
schätzen zu können.
Aber schnell war die Freude über den Regen wieder vorbei, bedeutete er doch
Stau, weil die Spanier auf nassen Strassen nicht fahren können. Heute morgen
hielt das Auto-Chaos immer noch an, obwohl kein Tropfen mehr vom Himmel kam.
Auch das Hupen, Gestikulieren und Manövrieren der Spanier auf der Strasse
erinnert dann ein wenig an Afrika. Sie, die bei so vielen Dingen inzwischen
disziplinierter sind als die Deutschen, benehmen sich im Auto immer noch so,
als gäbe es dies erst seit kurzem.

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